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Google for Work soll Android ins Unternehmen bringen

Apple hat bei iOS seit Jahren umfangreiche Management-Schnittstellen eingebaut, mit denen sich alle Apple-Mobilgeräte einheitlich verwalten lassen. Google for Work zieht nun nach.

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Google for Work soll Android ins Unternehmen bringen

(Bild: Google)

Google kündigte heute eine neue Firmenlösung für Android an und startet die neue Website Google for Work, auf der man sich informieren kann. Diese Initiative zeichnete sich ab, seit Google angekündigt hatte, Elemente aus Samsung KNOX in Lollipop aufzunehmen. KNOX ist eine Marke, unter der Samsung Mobile Device Management, aber auch die Trennung geschäftlicher von privaten Daten und Apps anbietet, so wie BlackBerry 10 das bereits vorher realisiert hatte.

Google liefert einen Satz von Anwendungen für Mail, Kalender, Kontakte und Office-Dokumente, die Unternehmensdaten kapseln.

(Bild: Google)

Geräte mit Android 5 (Lollipop) können über so genannte Work Profiles die geschäftlichen Daten und Apps vom restlichen Gerät isolieren. Android nutzt dazu den Multiuser-Support in Lollipop, die standardmäßige Verschlüsselung und die Sicherheitsmechanismen von SELinux.

Geräte mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) bis 4.4 (Kitkat) erhalten eine Container-App mit dem Namen Android for Work, die Zugriff auf Mail, Kalender und Kontakte bietet. Sie soll auch einen Webzugang ins Unternehmen sowie einen Zugriff auf Dokumente und zugelassene Apps ermöglichen. Die Work Profiles auf Lollipop und die Container-App werden vom Unternehmen gemanagt, nicht aber der Rest des Gerätes.

Google Play for Work bietet Unternehmen einen eigenen App Store, über den sich Business-Anwendungen an alle Nutzer verteilen lassen. Google liefert einen Satz von Anwendungen mit Unterstützung für Microsoft Exchange und IBM Notes, der sowohl E-Mail, Kalender und Kontakte als auch Office-Dokumente bearbeiten kann.

Mit dem Start von Google for Work nennt Google das Who-is-Who der MDM-Branche (Airwatch, BlackBerry, Citrix, MaaS360, MobileIron, SAP und SOTI) als Partner. Auch die wichtigsten Gerätehersteller (Dell, HP, HTC, Huawei, Lenovo, LG, Motorola, Samsung und Sony) sollen mit an Bord sein. Applikationen von Adobe, Box, Concur, Salesforce, SAP und Successfactors sollen sich über Google Play for Work managen lassen. Zur sicheren Anbindung ans Unternehmen sollen VPNs mit Cisco, f5, Paloalto und PulseSecure unterstützt werden. (vowe)

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