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Google formiert Verteidigung in Kartell-Untersuchung

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Google geht in Verteidigungsstellung: Nachdem die US-Wettbewerbshüter von der Federal Trade Commission (FTC) eine Untersuchung gegen den Internet-Konzern eingeleitet haben, heuert Google insgesamt 12 Lobby-Firmen an. Sie sollen die Verteidigung in der Auseinandersetzung mit den Kartellwächtern organisieren, berichtet das Wall Street Journal. Eine Google-Sprechern erklärte demnach, man habe unter anderem Holland & Knight LLP, Akin Gump Strauss Hauer & Feld LLP, Bingham McCutchen LLP und The Normandy Group mit der Unterstützung in dem Kartellverfahren beauftragt.

Die FTC untersucht, ob der Konzern seine Vormachtstellung bei der Internet-Suche ausnutzt, um kleinere Rivalen auszuschalten. Die Vorwürfe, die von Konkurrenten wie Microsoft oder Expedia aufgebracht wurden, gehen dahin, dass Google Links auf Konkurrenzangeboten zu eigenen Offerten in den Such-Ergebnislisten ganz nach hinten rücke – dorthin, wo weniger Nutzer sie sehen und anklicken. Das Ziel sei, die Kunden zu eigenen Diensten zu lenken und Rivalen aus dem Geschäft zu drängen.

Die EU-Kommission hat bereits Ende vergangenen Jahres eine eigene Untersuchung über diese Vorwürfe eingeleitet, nachdem sich Konkurrenten über ihrer Ansicht nach unlautere Geschäftsmethoden beschwert hatten. Ein französischer Suchmaschinenbetreiber hat Google deswegen mittlerweile auch auf Schadensersatz verklagt.

Google selbst meint zu der Untersuchung, man habe kein Monopol auf den Markt für Internet-Suche. Außerdem sei man daran interessiert, den Wettbewerb zu fördern, nicht, ihn zu behindern. "Wir haben eine überzeugende Geschichte über unser Geschäft zu erzählen, und wir haben uns die beste Unterstützung dafür gesucht, sie auch bekannt zu machen", erklärte die Google-Sprecherin nun zur Beauftragung der Lobbyisten in dem Kartellfall. (jk)