Google fotografiert wieder für Street View

Die Street-View-Autos rollen wie angekündigt auch wieder durch Deutschland, Google macht Aufnahmen in Kiel und Lübeck. Unterdessen sehen Datenschützer weiteren Klärungsbedarf.

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Die schwarzen Kamera-Autos rollen wieder durch Deutschland: Google setzt wie angekündigt die Aufnahmen für das Projekt "Street View" auch in deutschen Städten fort. Der Suchmaschinenbetreiber informierte die Datenschutzbehörden, dass im Mai und Juni Aufnahmen von Straßen und Gebäuden in Kiel und Lübeck geplant seien. Auch kleinere Orte im Umfeld sollen aufgenommen werden, teilte Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert am heutigen Montag mit. Datenschützer wie Weichert kritisieren Googles Projekt, in dem fortlaufende Aufnahmen von Straßen und Gebäuden mit dem Kartenservice Google Maps verknüpft werden. Sie sehen durch Street View die Rechte der betroffenen Anwohner verletzt.

Die schwarzen Kamera-Autos rollen durch Deutschland.

Im April hatten sich deutsche Datenschutzbeauftragte mit Vertretern des US-Konzerns getroffen. Dabei habe Google zugesichert, im Fall von Widersprüchen die jeweiligen erstellten Bilder schon "vor der Veröffentlichung unkenntlich" zu machen, teilte Weichert mit. Trotz des "teilweisen Entgegenkommens von Google" seien die Datenschützer "nicht begeistert", dass mit der Erstellung der Bildsequenzen nun Fakten geschaffen werden. Die Anforderungen der Datenschützer würden von Google noch nicht vollständig erfüllt, moniert Weichert: "Wir werden weiter mit Google verhandeln und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten die Beachtung des Datenschutzes einfordern."

"Bewohner und Eigentümer von aufgezeichneten Wohnungen und Grundstücken oder sonst wie Betroffene sollten, wenn sie dies wünschen, ihr Datenschutzrecht direkt gegenüber Google einfordern und ihren Widerspruch erklären", erklärt Weichert. Die E-Mail-Adresse für Einsprüche oder Informationswünsche lautet streetview-deutschland@google.com. (vbr)