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Google führt Nutzer direkt zu "Schlüsselmomenten" in Videos

Google führt Suchende künftig direkt zu Momenten in Videos, die ein gesuchtes Thema behandeln. Das spart Zeit – wenn Videoproduzenten Metadaten bereitstellen.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

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Google liefert auf Suchanfragen längst nicht mehr nur Links zu Texten, die Schlagworte enthalten, sondern listet auch passende Podcasts, Bilder und Videos auf. Was aber, wenn ein gesuchter Fakt innerhalb eines Videos' erwähnt wird? Anders als Texte lassen sich Bewegtbilder nicht schnell überfliegen. Hier will Google künftig nachhelfen und den Suchenden direkt zur passenden Stelle in einem Video führen. Der Sprung zu den "Key Moments" spart viel Zeit, schließlich müssen sich Nutzer nicht mehr das gesamte Video angucken, um eine Information zu finden.

Als Beispiel führt Google in seinem offiziellen Blog etwa Video-Tutorials auf, die Schritt für Schritt einen Vorgang erklären. Nicht jeder möchte aber bei Null anfangen, weshalb die Google-Suche ab sofort "Links zu wichtigen Momenten innerhalb des Videos" liefert. Die Funktion basiert auf Zeitstempeln, "die von den Videoproduzenten bereitgestellt werden". Auch Nutzer, die aufgrund einer Behinderung einen Screenreader verwenden, profitieren davon: Videos werden für sie zugänglicher.

Links in der Google-Suche führen Suchende direkt in passende Videos.

(Bild: Google)

Diese internen Video-Links werden zunächst in der englischsprachigen Google-Suche auftauchen und sich auf YouTube-Videos beziehen. Deren Produzenten müssen Zeitstempel in der Videobeschreibung zur Verfügung stellen, damit die erweiterte Verlinkung funktioniert. Google bietet Videoproduzenten zudem eine neue Möglichkeit, ihre Videos zugänglicher für Suchmaschinen zu machen. Bald sollen auch die Clips von vielen anderen Plattformen via Google durchsuchbar werden. Derzeit arbeitet das Unternehmen etwa mit CBS Sports zusammen.

Vor einigen Wochen hatte Google angekündigt, auch einzelne Podcast-Episoden prominent in den Suchergebnissen anzuzeigen. Deren Autoren müssen keine Metadaten zuliefern, denn Google transkribiert die gesprochenen Worte automatisiert, um relevante Begriffe zu identifizieren. Etwas erstaunlich also, dass dies bei Videos offenbar anders gehandhabt wird. (dbe)