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Google hört zu

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Der US-amerikanische Suchmaschinenanbieter Google testet zurzeit einen sprachbasierten Branchensuchdienst. Den neuen Service namens Google Voice Local Search erreichen Nutzer in den Vereinigten Staaten unter der Nummer 1-800-GOOG-411 (1-800-4664-411). Der Dienst akzeptiert sowohl gesprochenes Englisch als auch Eingaben über die Telefontastatur.

Der Anrufer gibt zunächst Stadt und Bundesstaat an, für die eine Auskunft gewünscht wird. Dies geschieht entweder durch Nennung der Namen oder durch die Angabe des Zip Codes, wahlweise per Sprache oder über die Tastatur des Telefons. Anschließend kann man den Namen der Lieblingspizzeria sagen oder auch nach einer Kategorie wie "hardware store" suchen lassen. Im Zweifelsfall, so der Google-Hilfetext, sei die Suche nach "french restaurant" hier aussichtsreicher als die nach "Chez Camille". Auf diese Weise findet der Kunde dieselben Informationen, die auch in Google Maps abrufbar sind.

Falls die Anfrage einen Treffer erzielt, kann sich der Kunde direkt mit dem Laden oder Restaurant verbinden lassen. Handybesitzer, die stattdessen lieber eine SMS mit Informationen zum gesuchten Geschäft erhalten möchten, teilen dies dem vollautomatischen Dienst mit, indem sie "text message" sagen. Etwas schwieriger wird es bei Mehrfachtreffern: Befinden sich im Postleitzahlbereich mehrere Pizzerien, so muss der Anrufer aus einer nummerierten Liste das gewünschte Restaurant aussuchen. Falls das zu kompliziert wird, empfiehlt Google seinen ebenfalls noch im Beta-Stadium befindlichen Branchensuchdienst per SMS.

Spracherkennungstechnik, deren Einsatz in Call Centern und bei Hotlines längst üblich ist, stößt nicht nur bei Google auf zunehmendes Interesse. Vor knapp einem Monat demonstrierte Microsoft mit der Übernahme von Tellme Networks ein deutliches Interesse an diesem Bereich. Mit der Software des Sprachspezialisten lassen sich ebenfalls über das Telefon per Sprachbefehl Informationen aus dem Internet recherchieren. (dwi)