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Google investiert 22 Millionen Dollar in mobiles Betriebssystem KaiOS

Google steckt Geld in das mobile Betriebssystem KaiOS, das auf Feature Phones läuft. Maps, Youtube und andere Google-Apps sollen dort künftig verfügbar sein.

Google investiert 22 Millionen Dollar in mobiles Betriebssystem KaiOS

(Bild: KaiOS)

22 Millionen US-Dollar investiert Google in das mobile Betriebssystem KaiOS, das sich vor allem an Entwickler von Feature Phones für Schwellenländer richtet. Durch die Investition will Google sicherstellen, dass künftig auch KaiOS-Nutzer Zugriff auf Google-Anwendungen wie Maps, Youtube und den Google Assistant haben, schreibt Entwickler KaiOS Technologies in einem Blog-Eintrag.

KaiOS ist ein Handy-Betriebssystem, das auf vielen sogenannten Feature Phones läuft – Kompromiss-Geräte zwischen einem vollwertigen Smartphone und einem klassischen Mobiltelefon, das nur telefonieren kann. Solche Feature Phones sind günstiger als Smartphones, lassen Nutzer aber trotzdem im Netz surfen. KaiOS lässt User per 4G mobil ins Internet, hat GPS und WiFi sowie einen eigenen App-Store. KaiOS basiert auf dem eingestampften Firefox OS.

Mit KaiOS läuft beispielsweise das Nokia 8110, die Neuauflage des "Bananen-Handys". Außerdem ist KaiOS auf Geräten von TCL und Micromax vorinstalliert. Diese Handys werden vor allem in Schwellenländern verkauft, wo Konsumenten weniger Geld ausgeben wollen. Google selbst will solche Kunden mit Android Go erreichen, stellt sich mit der Investition in KaiOS aber noch breiter auf.

"Wir wollen sicherstellen dass Apps und Dienste von Google jedermann zugänglich sind, egal ob Desktop-, Smartphone- oder Feature-Phone-Nutzer", wird Google-Manager Anjali Joshi im KaiOS-Blog zitiert. "Wir arbeiten mit KaiOS, um den Zugang zu Informationen für Feature-Phone-User weltweit zu verbessern": KaiOS Technologies will das Geld von Google nutzen, um die Verbreitung von KaiOS-Geräten zu beschleunigen. (dahe)

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