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Google investiert in Gentechnik-Firma 23andMe

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Google hat 3,9 Millionen US-Dollar in die kalifornische Start-up-Firma 23andMe investiert, die von Anne Wojcicki mitbegründet wurde und zu deren Board auch Esther Dyson gehört. Wojcicki ist seit Kurzem mit Google-Gründer Sergey Brin verheiratet, weswegen die Investition auch eine persönliche Seite haben dürfte. Der milliardenschwere Brin hatte dem Start-up schon zuvor mit einem Kredit von 2,6 Millionen ausgeholfen. Jetzt haben neben Google Genentech, MDV-Mohr Davidow Ventures und New Enterprise Associates das Kapital aufgestockt.

23andMe verfolgt, soweit sich aus den Angaben erschließen lässt, die Entwicklung einer Art Suchmaschine für die persönlichen Gendaten. Die Firma, die Ende des Jahres auf den Markt gehen will, plant aus den Informationen der 23 Chromosomen – daher der Name – eine "offene Ressource" persönlicher Daten zu machen. Diese sollen einerseits den Besitzern der genetischen Information, andererseits wohl auch Firmen etwa für medizinische Forschung oder die Entwicklung personalisierter Medizin erschlossen werden. Mit dem Web-2.0-affinen Internetangebot, mit dem die Daten gewonnen werden, erhofft sich das Unternehmen lukrative Einnahmen. Über Datenschutz ist auf der Website des Start-ups noch nichts zu finden.

Den Menschen wird versprochen, dass sie mit Genanalyse-Techniken und web-basierten Programmen auf ihre genetische Information zugreifen, sie durchforschen, anderen mitteilen und besser verstehen sollen. "Unser Ziel ist es", so Wojcicki, "den Menschen tiefere Einblicke in ihre Abstammung, Genealogie und angeborenen Eigenschaften zu ermöglichen und letztlich die Option zu eröffnen, zusammenzuarbeiten, um ein umfassendes Verständnis des menschlichen Genoms voranzubringen." (fr)