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Google ist 5

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Am gestrigen Sonntag hat die Firma hinter der Suchmaschine Google ihren fünften Geburtstag gefeiert. Die -- seinerzeit noch vier -- Mitarbeiter hatten ihr erstes Büro in einer Garage in Menlo Park, Kalifornien, am 7. September 1998.

Die Suchmaschine hatte im frühen Stadium pro Tag etwa 10.000 Anfragen zu bearbeiten. Wegen ihrer exzellenten Ergebnisse entwickelte sich Google allerdings schnell vom Geheimtipp für Insider zu einer der beliebtesten Sites im Web. Das Unternehmen beschäftigt heute über 1000 Angestellte und die Anzahl der Anfragen ist auf täglich 200 Millionen angewachsen. Über drei Milliarden Websites sind bei Google aktuell indiziert und werden regelmäßig aktualisiert.

Auch geschäftlich, wie beispielsweise beim platzierten Verkauf von Werbung in den Suchergebnissen, einem deutschsprachigen Nachrichtenangebot, oder mit der mittlerweile zweiten Google-Toolbar, die eingebaute Pop-up-Blockade und Auto-Fill-in-Funktion offeriert, hat sich Google in den fünf Jahren seit der Gründung erfolgreich im WWW etablieren können. Umgangssprachlich hat sich die Wortschöpfung "googlen" sogar schon als Begriff für die Internet-Suche manifestiert.

Allerdings stand auch Google schon manches Mal im Kreuzfeuer der Kritik. So sind vor kurzem von Copyright-Schützern Bedenken gegen Google erhoben worden, weil der Google-Cache Websites im Stile eines Screenshots abspeichert. Dadurch sind die Seiten einige Zeit lang über Google verfügbar und können damit Online-Medien einen Verdienstverlust bescheren. So kann es passieren, dass kostenpflichtige Artikel ohne Einverständnis der Betreiber kostenlos zur Verfügung stehen. Bei Google ist man sich aber keiner Rechtsverletzung bewußt. Ein Sprecher teilte mit, das Ganze sei juristisch geprüft und es wurden keine Gesetzeskonflikte festgestellt.

Außerdem musste sich Google wiederholt den Vorwurf einer heimlichen Zensur machen lassen. Ein weiterer negativer Meilenstein in Googles Geschichte war der Zusammenschluss von derzeit 200 chinesischen Website-Betreibern gegen die so genannte "Google-Invasion" ins Reich der Mitte.

Von sich reden machte die Firma zuletzt über die gezielte Entfernung von Links via Filter. Aufgrund einer Unterlassungsklage von Sharman Networks wurden 15 Links aus dem Suchergebnis nach KaZaA bzw. KaZaA Lite entfernt. In Schreiben der Sharman-Rechtsanwälte hieß es, "unauthorisierte Kopien des KaZaA Media Desktop oder Derivate dessen verletzen das Copyright und die Rechte des Copyright-Besitzers." (sko/c't) / (wst)