Google kämpft um die Marke "Glass"

Im vergangenen Jahr hatte Google beim US-Amt für Patente und Warenzeichen die Wortmarke "Glass" für seine Datenbrille beantragt, stieß jedoch auf Ablehnung. Nun hat der Konzern dem Amt eine 1928-seitige Erwiderung vorgelegt.

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Von
  • Volker Zota

Google will den stilisierten Schriftzug "Glass" als Marke für seine Datenbrille eintragen lassen.

Während Google die Marke "Google Glass" für seine Datenbrille registrieren konnte, stellte sich das US-Amt für Patente und Warenzeichen im vergangenen Jahr quer, als Google eine Wortmarke für den stilisierten Schriftzug "Glass" beantragte. Als Gründe für die Ablehnung wurden zwei Punkte angeführt: Erstens bestehe Verwechselungsgefahr mit bereits bestehenden Markennamen, zweitens sei das Wort lediglich beschreibend. Laut Wall Street Journal hat Google nun einen 1928-seitigen Einspruch vorgelegt. Die enorme Seitenzahl kommt zustande, weil der Großteil aus Presseberichten über Googles Datenbrille besteht, in der diese meist nur als Googles "Glass" oder "Glass" bezeichnet wird.

Prinzipiell kann Google seine Datenbrille auch ohne eingetragene Wortmarke schlicht als "Glass" bezeichnen, doch ohne wird es schwieriger, die Marke zu verteidigen und gegen Markenverstöße vorzugehen.

Abgesehen davon dürfte die einfachere Wortmarke "Glass" Google die Zusammenarbeit mit Brillenherstellern wie Ray-Ban erleichtern. Diese könnten dann einfach das stilisierte "Glass" zusätzlich auf die Brillenbügel gravieren, während "Google Glass" dann zu sehr von der eigenen Marke ablenken würde.

Google hatte "Glass" am 11. Juli 2013 als Wortmarke (Nr. 86008139) beantragt und am 18. September eine Ablehnung vom zuständigen Patent- und Markenanwalt erhalten. (vza)