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Google kann Android-Anwendungen löschen

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Beim Android-Handy G1 behält sich Google nach einer Meldung von Computerworld das Recht vor, bestimmte Programme per Fernbedienung (Remote Kill Switch) von den Touchscreen-Geräten zu löschen, wenn die Anwendungen die von Google und der Open Handset Alliance festgelegten Vereinbarungen verletzen. Eine ähnliche Funktion hat auch Apple für das iPhone vorgesehen, diese jedoch zunächst geheim gehalten. Google erklärt dies dagegen eindeutig in den Service-Bedingungen des G1, die jetzt zusammen mit den ersten Testgeräten veröffentlicht wurden, und bestätigt gegenüber heise online:

"Der Android Market ist so konzipiert, dass Entwickler ihre Anwendungen den Nutzern auf einfache Art und Weise zur Verfügung stellen können. Genauso, wie wir den Community-Gedanken fördern, so liegt uns naturgemäß die Sicherheit unserer Nutzer am Herzen. Wir behalten uns daher vor, im Einzelfall etwaig sicherheitsgefährdender Anwendungen diese zum Schutz der Anwender aus dem Android Market und gegebenenfalls vom Handset zu entfernen."

Wie Apples AppStore wird es für das G1, das am 22.Oktober in den USA auf den Markt kommen soll, eine Android Market genannte Online-Quelle für Spiele- und Anwendungs-Software geben. Eine Vorabprüfung der Programme hat Google anders als Apple jedoch nicht vorgesehen. Über die Kill-Switch-Funktion will sich der Suchmaschinen-Primus die Option offenhalten, Schadprogramme im Nachhinein von den Geräten zu entfernen. Kunden, die für solche Programme bezahlt haben, will Google entschädigen, solange der Aufwand nicht zu groß ist.

Android-Market-Kunden sollen zudem bei jedem Erwerb ein volles Rücktrittsrecht von 24 Stunden erhalten. Damit will der Anbieter sicherstellen, das die Käufer das erhalten, was sich erwarten, auch wenn eine kostenfreie Testversion bereit steht – ein Service, den Apples AppStore nicht bietet. Zudem lassen sich einmal gekaufte Anwendungen beliebig oft über den Online-Service neu installieren, was den Verlust bei Gerätefehlern oder Datenverlust durch Löschen des Speichers verhindern soll. Bislang sind alle Anwendungen im Android Market kostenfrei, da Google noch keine Abrechnungs-Mechanismen in den Online-Shop integriert hat. (rop)