Google kündigt Vertragspartnern nach OpenStreetMap-Manipulationen

Google hat zwei indischen Vertragspartnern gekündigt, weil sie die Karten von OpenStreetMap manipuliert haben. Das freie Kartenprojekt hatte Änderungen bemerkt und als Herkunft der Täter ein Subnetz von Google Indien identifiziert.

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Von
  • Mirko Dölle

Google hat zwei indische Vertragspartner wegen Vandalismus beim konkurrierenden Kartendienst OpenStreetMap (OSM) vor die Tür gesetzt. Das freie Kartenprojekt hatte einige offensichtliche, aber auch verschiedene subtile Änderungen an Karten von New York, London und anderen Großstädten bemerkt, die keinen Sinn ergaben – so wurde mitunter die Fahrtrichtung von Einbahnstraßen umgekehrt.

Als Urheber identifizierte das OpenStreetMap-Projekt zwei Benutzer, die sich über IPs aus dem Adressbereich von Google Indien in die OSM-Server eingeloggt hatten und dort Daten löschten und veränderten. Beide Accounts wurden daraufhin gesperrt. Auf die Veröffentlichung der Ereignisse im OpenGeoData-Blog hin untersuchte auch Google den Vorfall und konnte die Manipulationen auf zwei Vertragspartner in Indien zurückführen, die laut einer Stellungnahme von Google die Änderungen eigenmächtig durchgeführt hatten, während sie mit dem Google-Netzwerk verbunden waren. Google habe sich von beiden getrennt, sie würden nun nicht mehr an Google-Projekten mitarbeiten.

Traditionell sind die Beziehungen zwischen Google und OpenStreetMap eigentlich gut, Google berücksichtigt OSM-Programmierprojekte sogar seit Jahren im Rahmen seiner Sponsoring-Veranstaltung Summer of Code, wo das OpenStreetMap-Projekt den Status einer Mentoring Organisation hat. (mid)