Google lässt Android-Nutzer in der EU Suchmaschine auswählen

Google bietet Android-Nutzern beim Einrichten des Smartphones und Tablets eine Auswahl an Suchmaschinen: Auch DuckDuckGo ist dabei.

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(Bild: Benny Marty/Shutterstock.com)

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In Deutschland bekommen Android-Nutzer beim Einrichten ihres Smartphones oder Tablets ab 1. März die Wahl, ob sie Google, DuckDuckGo, GMX oder Info.com als Standard-Suchmaschine einrichten wollen. In anderen Ländern der EU stehen teilweise auch andere Suchmaschinenen zur Verfügung.

DuckDuckGo und Info.com sind immer dabei, andere Dienste nur in wenigen Ländern. Skandinavier können die Suchmaschine Yandex auswählen, im Süden Europas ist es häufig Qwant aus Frankreich. Außerdem gibt es Angebote von PrivacyWall und Seznam in Tschechien sowie Bing in Großbritannien.

Die ausgewählte Suchmaschine bearbeitet dann alle Anfragen auf dem Gerät – sowohl über Chrome als auch via Home-Suche gestellte Fragen, heißt es in einem aktualisierten Beitrag von Google. Zudem wird die entsprechende App auf dem Telefon oder Tablet installiert.

Hintergrund für die neu geschaffene Auswahl ist eine Strafe in Höhe von 4,3 Milliarden Euro, die die EU-Kommission Google aufgedrückt hat. Das Unternehmen habe laut Brüssel mit dem Betriebssystem die marktbeherrschende Stellung seiner Suchmaschine gefestigt und damit dem Wettbewerb geschadet. Android wird Smartphone-Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt, dafür müssen sie jedoch bestimmte Dienste vorinstallieren – darunter die Suche und Chrome als Browser. Auch für diesen gilt, dass Nutzer ihn künftig aussuchen dürfen. Ein Datum ist dafür allerdings noch nicht bekannt.

Die aufgeführten Suchmaschinen hat nicht Google selbst ausgesucht, die Anbieter mussten in einer Art Auktion bieten – und müssen das künftig jedes Quartal wieder. Die drei jeweils in einem Land höchsten Gebote bekommen den Zuschlag, als vierte Option bleibt Google selbst bestehen. Dabei handelt es sich nicht um einen gesamten Fixpreis, sondern um einen Höchstpreis, den die Suchmaschine zahlt, wenn ein Nutzer sie ausgewählt hat. Über die Höhe dieses Preises ist nichts bekannt. Google hält die Methode, für die Empfehlung unter Android zu zahlen für fair und objektiv. (emw)