Google macht (ein bisschen) Musik

Google-User (allerdings vorerst nur in den USA) bekommen bei einer Suche, die Songs als Treffer ausgibt, einen Link zu Audio-Previews, Streams und Musikempfehlungen sowie zu Möglichkeiten, die Stücke auch als Download zu kaufen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Google Musik-Suche ermöglicht Audio-Previews und verlinkt auf Download-Möglichkeiten

(Bild: Google)

Auch über Teile eines Songtextes lässt sich nach Musik suchen

(Bild: Google)

Große Aufregung vor wenigen Tagen: Google steigt in den Musikmarkt ein! Erste Informationen über einen angeblich geplanten Musikdienst des Suchmaschinenprimus machten die Runde, die allerdings alle auf einen Kern hinausliefen: Google will seine Suche ausbauen, um ein einfacheres und bequemeres Auffinden von Musiktiteln zu ermöglichen und dabei natürlich auch etwas verdienen, indem man an den Umsätzen der Partner, die etwa Audio-Previews oder Streams für Googles Musiksuche bereitstellen, beteiligt wird.

Nun ist es offiziell: Google-User (allerdings vorerst nur in den USA) bekommen bei einer Suche, die Songs als Treffer ausgibt, einen Link zu Audio-Previews und Streams sowie zu Möglichkeiten, die Stücke auch als Download zu kaufen. Über google.com/landing/music ist auch ein direkter Einstieg in die Musiksuche möglich – was aber ebenfalls nur für Anwender in den USA funktioniert.

Das Angebot beruht auf Diensten von iLike (mittlerweile eine MySpace-Abteilung) und Lala. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit von Google mit Pandora, iMeem und Rhapsody, um beispielsweise auch Musikempfehlungen auf Basis von Google-Suchen aussprechen zu können. Googles Musik-Suche funktioniert nicht nur direkt mit Song-Titeln, sondern auch mit Passagen aus Liedtexten. Für die Services hat Google nicht nur Musikdienstleister ins Boot geholt, sondern auch Verträge zumindest mit den vier Majors EMI, Sony, Universal und Warner geschlossen.

Zuerst einmal erscheinen die neuen Funktionen lediglich als eine Erweiterung der bereits bestehenden Möglickeiten, über Google nach Musik zu suchen. Für etablierte Online-Musikshops wie iTunes, Amazon oder in Deutschland auch Musicload kann sich die erweitere Google-Musiksuche aber zum Problem entwickeln. Bereits jetzt seien zwei der 10 Top-Suchanfragen bei Google auf Musik bezogen, erklärt der Internet-Konzern. Wenn Google nun über Partner gleich die den Suchergebnissen entsprechenden Songs, Alben oder dazu passende Musikempfehlungen zum Kauf anbietet, dürfte für viele User der Anreiz entfallen, sich eigens an separate Musik-Onlineshops zu wenden. Und Google möchte dabei wohl nicht stehen bleiben: Dies sei nur ein erster Schritt, um die Internet-Suche musikalischer zu machen, meinen die zuständigen Google-Manager in der Ankündigung der neuen Suchfunktionen. Die Online-Musikshops, die nicht mit Google im Boot sitzen, dürften das als Drohung verstehen. (jk)