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Google muss auch in Japan Links löschen

Ein Gericht in Tokyo gesteht einem Mann mit kriminellen Verbindungen ein "Recht auf Vergessen" zu. Es verurteilte Google dazu, entsprechende Links aus seinen Suchergebnissen zu entfernen.

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Google muss auch in Japan Links löschen, wenn Personen sich in ihrer Privatsphäre verletzt sehen. Dazu verurteilte ein Gericht in Tokio den Suchmaschinenkonzern, berichtet die Japan Times. Ein Mann hatte wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte geklagt, weil Suchergebnisse seine frühere Verbindung zu einer kriminellen Vereinigung öffentlich machten. Sein Anwalt verglich das Urteil mit dem "Recht auf Vergessen" des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Google sieht sich seit dem EuGH-Urteil vom Mai dieses Jahres nicht nur innerhalb der EU mit einer Vielzahl an Löschanfragen konfrontiert, wie der Konzern dokumentiert. Zuletzt verdonnerte ein Supreme Court in Kanada das Unternehmen dazu, Verlinkungen zu löschen, die immaterielle Rechtsgüter verletzen – nicht nur auf seiner kanadischen Webseite, sondern weltweit. (tiw)