Google rudert zurück: Neue Tests mit Kennzeichnungen für Anzeigen

Nach Kritik von Nutzern an Favicons und Anzeigen-Markierungen: Google testet neue Varianten der Desktop-Darstellung von Suchergebnissen.

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(Bild: mentatdgt/Shutterstock.com)

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Google hört auf die Kritik von Nutzern. Nachdem das Unternehmen diesen Monat die Darstellung in den Suchergebnissen geändert hatte, hagelte es Beschwerden in Foren und bei Twitter. Nun testet Google neue Kennzeichnungen von Seitenbetreibern, die mit Favicons in der organischen Suche auftauchen, und bezahlten Inhalten, die an selber Stelle mit dem Wort Ad gekennzeichnet werden. Die Änderungen sind jedoch noch nicht für alle sichtbar.

Wie bereits seit Langem in der mobilen Version der Suchmaschine, hat Google nun auch in der Desktop-Version Anzeigen mit der Abkürzung Ad in fetter Schrift versehen. Die Kennzeichnung vor der Adresse lässt sich allerdings schwieriger von den ebenfalls eingeführten Favicons vor den Ergebnissen aus der organischen Suche unterscheiden. Google schreibt in einem Tweet: "Wir experimentieren mit Veränderungen in der aktuellen Desktop-Anzeige der Favicons und werden auch weiterhin von Zeit zu Zeit am Design arbeiten."

Anscheinend ist das Unternehmen überrascht von der Kritik: Man habe bei vorangegangenen Tests positive Rückmeldungen erhalten. Nutzer würden nun teilweise gar keine Favicons sehen, manche weiterhin an der Stelle vor der Adresszeile und bei manchen tauchten sie ganz anderswo auf. Auch das kurze Wort Ad wird in Deutschland teilweise durch das längere "Anzeige" ausgetauscht.

Die Vorwürfe der Nutzer bezogen sich vor allem darauf, dass von der schlechteren Unterscheidbarkeit Werbende profitieren würden. Das Wort Ad sollte als alleinige Kennzeichnung den bezahlten Inhalt markieren. Zuvor bekamen Anzeigen eine Kennzeichnung in der Adresszeile unter der Überschrift. Ergebnisse aus der organischen Suche hatten hingegen kein Symbol.

Mit der Umstellung des Designs startete Google auch ein Core-Update. Welche konkreten Algorithmus-Änderungen das mit sich brachte, hat Google nicht verraten. Nach dem Update zeigt die Suchmaschine Inhalte von Seiten, die als Featured Snippet, also eine Art Vorschau, genutzt werden, nicht mehr erneut auf Seite eins in der organischen Suche an, um Doppelungen zu vermeiden. Die Seite lässt sich jedoch wie zuvor über die Vorschau erreichen. (emw)