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Google sorgt auf Websites von US-Behörden für Durchblick

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Die vier US-Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Utah und Virginia kooperieren mit Google. Sie wollen erreichen, dass öffentliche Informationen auf behördlichen Websites besser auffindbar werden. Damit ziehen die Bundesstaaten laut Google-Mitteilung die Konsequenz daraus, dass zwar immer mehr Bürger Suchmaschinen bemühten, um an benötigte amtliche Dienste heranzukommen, ein großer Teil der Informationen aber nicht auffindbar seien. Bisher nicht erfasste Bereiche behördlicher Websites sollen künftig im Google-Index auftauchen.

Als Beispiele für die Kooperation werden angeführt, dass in Utah nun Jobsuchende Stellenanzeigen des staatlichen Workforce Services durchsuchen können. Die Library of Virginia biete leicht zugängliche Hintergründe zur Regionalgschichte und in Kalifornien seien Informationen zu Bildungs- und Gesundheitsdiensten einfacher zu erhalten. Die vier Bundesstaaten hätten auf einigen behördlichen Websites ihre Such-Tools verbessert. Dafür sei für die Websites Virginia.gov und Utah.gov der Dienst Google Custom Search Engine in Anspruch genommen worden.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger erläutert, sein Bundesstaat biete online große Mengen an Informationen, damit die Bürger ihren "großartigen Staat" besser kennenlernen können. Google werde den Kaliforniern zu einem besseren Zugang zu Diensten und nützlichen Informationen verhelfen. Bei Bürgerrechtlern stößt die Kooperation auf geteilte Meinungen. Während die einen die wachsende Transparenz begrüßen, sind die anderen um den Datenschutz besorgt, da eventuell heikle Daten wie Sozialversicherungsnummer öffentlich werden könnten. Zudem könne Google die Besucher von behördlichen Websites besser beobachten, um gezielter Werbung schalten zu können. (anw)