Menü

Google startet "Web-History"-Dienst auf Deutsch

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 69 Beiträge
Von

Google benennt seinen Dienst "Search History" in "Web History" um und startet ihn 26 Sprachen, darunter auf Deutsch als "Webprotokoll". Web History stellt eine Art Surf-History, kombiniert mit einem personalisierten Webcache dar. Gibt der bei Google angemeldete Nutzer sein Einverständnis ("Opt-in"), speichert Google nicht nur alle via Toolbar getätigten Suchabfragen, sondern auch die besuchten Webseiten. In dieser History kann der Anwender stöbern und suchen, oder auch statistische Auswertungen zum eigenen Surfverhalten erstellen.

Google selbst wertet die Surfprotokolle mit seinen Algorithmen aus. So soll der Dienst dann "stärker personalisierte und zielgerichtetere Ergebnisse liefern" können, erklärt der Suchmaschinenanbieter: "Wenn zum Beispiel der Verlauf der Webaktivitäten eines Nutzers anzeigt, dass sich dieser stärker für Wissenschaft interessiert als für Autos, so ordnet Google bei der Suche nach 'GM' die Suchergebnisse für 'genetically modified food' (genetisch veränderte Lebensmittel) höher an als Suchergebnisse für General Motors", erläutert er in einer Mitteilung.

Kontextsensitive Werbeeinblendungen seien nicht geplant, erklärte Produktchef Sep Kamvar in einem Vorgespräch mit deutschen Journalisten vor einigen Tagen. Datenschutzbedenken wischte er beiseite, in dem er betonte, der Nutzer habe jederzeit die Kontrolle darüber, was Google serverseitig speichert. Enthalte der Internetverlauf eines Nutzers Suchanfragen, für die der Nutzer einen vertraulichen Umgang wünscht, habe er die Möglichkeit, diese Suchbegriffe zu bearbeiten, auszulassen oder zu löschen. Web History könne von den Nutzern jederzeit ausgeschaltet werden. Um Web History erstmalig nutzen zu können, muss der Dienst durch die Anmeldung eines Google-Kontos und die Aktivierung der Funktion PageRank in der Google Toolbar aktiviert werden. (hob)