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Technology Review

Google steckt 280 Millionen US-Dollar in Solar-Unternehmen

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Der US-amerikanische Internetdienstleister Google zahlt 280 Millionen US-Dollar in einen Finanzierungsfonds des kalifornischen Unternehmens SolarCity ein, das Solar-Panel für Privatverbraucher, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen anbietet. Das sei das bisher größte einzelne Investment in saubere Energiegewinnung, schreibt Rick Needham, Googles Director of Green Business Operations. Damit summierten sich die Investitionen seines Unternehmens auf diesem Gebiet auf 680 Millionen US-Dollar. Die 280 Millionen Dollar sollen laut Mitteilung in Projekte für die Installation von Solar-Panels auf Wohnhäusern fließen; hier ist Google nun erstmals aktiv.

SolarCity bietet unter anderem die kostenlose Installation und Wartung von Solar-Panels an. Die Kunden zahlen dann eine monatliche Leasingrate. Das Unternehmen kalkuliert beispielsweise, dass die monatliche Stromrechnung von bisher 200 auf 60 US-Dollar sinken kann. Dazu kämen 110 US-Dollar Ratenzahlung für die Solar-Panel, sodass der Kunde zunächst pro Monat 30 US-Dollar sparte. SolarCity geht davon aus, dass sich die Sparquote im Laufe der Jahre stetig erhöht.

Erzeugung und Verbrauch des Solarstroms können die Kunden auf ihrem Smartphone kontrollieren. Überschüssigen Strom kann SolarCity in das Stromnetz einspeisen. Google-Mitarbeiter sollen im Rahmen der Kooperation mit SolarCity Vergünstigungen bekommen.

Anfang dieses Monats hatte Googles Technikchef Urs Hölzle erläutert, dass 90 Prozent der bis dahin in erneuerbare Energieträger investierten 400 Millionen US-Dollar gewinnorientiert seien. Das Unternehmen habe inzwischen einen eigenen Stab von Analysten aufgebaut, der die richtigen Projekte auswählt. Zu den bisherigen Projekte, denen der Internetdienstleister eine Finanzspritze verpasste, gehört ein Windenergie-Park im US-Bundesstaat Oregon und ein Solarturm-Kraftwerk in der Mojave-Wüste. (anw)