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Google stellt Android-Entwickler für Zusammenarbeit mit Kernel-Community ab

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Google will zwei Entwickler abstellen, die sich um die Integration einiger für den Linux-Kernel von Android entwickelte Verbesserungen in den offiziellen und von Linus Torvalds betreuten Hauptentwicklungszweig von Linux kümmern sollen. Das berichtet unter anderem Computerworld vom kürzlich stattgefundenen Linux Foundation Collaboration Summit 2010.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Android-Entwickler Arve Hjønnevåg kürzlich bereits getan und einige Änderungen zur Begutachtung an die Kernel-Entwickler gesandt, mit dem offensichtlichen Ziel, diese Verbesserungen langfristig in den Linux-Kernel zu integrieren. Greg Kroah-Hartman kommentierte, dass die Integration dieser Patches in Linux auch eine Aufnahme vieler Treiber möglich machen sollte. Einige Kernel-Entwickler haben aber Kritik an Teilen des Codes geäußert, sodass der mindestens noch einmal überarbeitet werde muss – das ist aber vollkommen normal und selbst bei Code von langjährigen Kernel-Entwicklern häufig der Fall.

Nach der mit Google-Entwicklern nur grob abgestimmten Aufnahme einiger Android-Treiber in den Staging-Bereich beim Linux-Kernel 2.6.29, den in der Öffentlichkeit viel beachteten Rauswurf dieser Treiber bei Linux 2.6.33, einigen anderen Vorwürfen über mangelnde Zusammenarbeit zwischen Google und den Entwicklern des Kernels scheint sich die im Detail noch viel komplexere Situation damit nun ein wenig zu verbessern – die Zeit muss zeigen, wie weit daraus tatsächlich eine Zusammenarbeit entsteht, die die Auslöser für die Kritik an Google mindert oder ausräumt. Welche Problemfelder es gibt, hat Greg Kroah-Hartman erst kürzlich im Rahmen eines auf der Embedded Linux Conference gehaltenen Vortrags zusammengefasst. LWN.net gibt diesen sehr detailliert in dem Artikel "ELC: Android and the community" wieder. (thl)