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Aus für Inbox: Google stellt Gmail-Client ein

Der alternative Gmail-Client Inbox begeisterte mit innovativen Funktionen. Nun hat Google aber das Ende von Inbox angekündigt.

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Google stellt Gmail-Client Inbox ein

Experiment beendet: Google stellt seinen alternativen Gmail-Assistenten Inbox ein. Der Support soll Ende März 2019 auslaufen, kündigte Google an und betonte, dass Inbox die E-Mail verbessert habe. Der Dienst verwaltet Gmail-Konten und bietet zahlreiche Funktionen: Der "Snooze"-Button etwa verschiebt die Beantwortung einer Mail auf einen späteren Zeitpunkt. Außerdem sortiert Inbox alte Mails, die der Nutzer wohl vergessen hat, wieder nach oben.

In den vergangenen Jahren konnte Inbox trotz interessanter Konzepte nur wenige Nutzer gewinnen, die zuletzt nur noch selten Updates bekamen. Ein kleiner Hinweis auf die düstere Zukunft von Inbox war zudem die verspäte Unterstützung des iPhone X. Einige der Inbox-Funktionen sind seit dem großen Design-Update vom April in Gmail zu finden: Auch hier werden die Nutzer an wichtige Mails erinnert. Google erklärte, dass weitere beliebte Funktionen aus Inbox folgen sollen, darunter die Bündelung von ähnlichen Nachrichten (etwa Rechnungen). Wann das passiert, ließ Google aber offen.

Klar ist, dass sich die Entwickler künftig voll und ganz auf Gmail konzentrieren: "Wir wollen einen fokussierteren Ansatz verfolgen, der uns hilft, das beste E-Mail-Erlebnis für alle zu schaffen", erklärt Produktmanager Matthew Izatt im Google-Blog. Niemand aus dem Inbox-Team sei entlassen worden, ergänzt The Verge. Die Mitarbeiter waren bereits gut in das Gmail-Team integriert.

Google hatte Inbox im Oktober 2014 vergestellt und parallel zu Gmail entwickelt. Anfangs lief Inbox im geschlossenen Betabetrieb. Interessierte Gmail-Nutzer konnten eine Mail an Google schicken und eine Einladung erbitten. Im Mai 2015 wurde Inbox dann für alle Nutzer geöffnet. (dbe)

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