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Google übernimmt angeblich Video-Streamingdienst Twitch für 1 Milliarde US-Dollar

Schon seit einiger Zeit soll der Internetkonzern an dem Streamingdienst interessiert sein, der sich vor allem auf Live-Videos für Gamer spezialisiert hat. Nun ist der Deal laut einem Medienbericht unter Dach und Fach.

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Bereits im Mai hatten US-Medien darüber berichtet, dass Google mit den Betreibern des Live-Video-Streamingdienstes Twitch über eine Übernahme verhandele. Nun meldet VentureBeat unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen, dass sich die Parteien geeinigt hätten. Als Kaufpreis sollen 1 Milliarde US-Dollar vereinbart worden. Google und Twitch selbst lehnten bislang jeden Kommentar zu dem Vorgang ab.

Zu populären Spielen lassen sich bei Twitch gleich eine ganze Reihe von Livestreams finden.

Google hatte 2006 bereits das Online-Videoportal YouTube für 1,65 Milliarden US-Dollar übernommen. Twitch Ausrichtung ist allerdings etwas spezieller: Twitch ist darauf ausgerichtet, Live-Bilder zum Beispiel von Veranstaltungen im Web zu übertragen und ist vor allem bei Spielern beliebt, die ihre Spielesitzungen dort zeigen. So lassen sich Spiele-Videos dank integrierter Funktionen etwa direkt von der Xbox One und der Playstation 4 streamen. Auch HDMI-Recorder werden heutzutage in der Regel mit einer Anwendung ausgeliefert, die das Streaming der eingefangenen Szenen direkt zu Twitch ermöglicht.

Googles Videodienst YouTube hatte Live-Streaming zwar selbst vor drei Jahren eingeführt und im Dezember für alle freigegeben, allerdings nicht in Deutschland. Twitch ging im Juni 2011 online und hat laut Wall Street Journal über 45 Millionen monatliche Nutzer, von denen rund eine Million auch selbst Videos mindestens einmal im Monat einstellt. Der Zeitung zufolge verursachen in den USA nur Netflix, Google und Apple mehr Traffic als Twitch. Die Seite liegt damit noch vor Hulu, Facebook und Amazon.

Twitch verdient Geld unter anderem mit Bannerwerbung und Werbeclips, die vor dem Start des eigentlichen Livestreams abgespielt werden. Aber auch Werbeunterbrechungen der laufenden Übertragung sind vorgesehen. Für erfolgreiche "Lets Player" gibt es ein Partner-Programm, über das die Topleute der Szene sogar Abomodelle einrichten können. (nij)