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Google verkürzt Speicherdauer von IP-Adressen

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Der Suchmaschinenbetreiber Google will die Haltedauer für die IP-Adresse bei Suchanfragen bis Ende September von bisher 18 auf künftig neun Monate reduzieren, danach werden die Anfragen anonymisiert. Die Speicherdauer hatte Google nach Kritik von Datenschützern in den USA und Europa Anfang 2007 auf 18 Monate reduziert. Auch beim Dienst Google Suggest werden Daten gespeichert, allerdings laut Google nur zwei Prozent der Anfragen. Diese Stichproben sollen künftig binnen 24 Stunden anonymisiert werden.

Laut dem Datenschutzbeauftragten des Konzerns, Peter Fleischer, sucht Google die Balance zwischen dem Datenschutz auf der einen Seite und den Interessen von Google auf der anderen. Letztere bestehen darin, die eigenen Dienste kontinuierlich zu verbessern und gegen Missbrauch und Angriffe zu schützen. Das Unternehmen stehe in ständigem Dialog mit Datenschützern, um den bestmöglichen Kompromiss für diesen Konflikt zu ermitteln. Die Datenschützer hätten auch auf mögliche zivilrechtliche Auseinandersetzungen hingewiesen, bei denen Parteien sich Zugang zu Logs verschaffen könnte, wie etwa kürzlich im Falle der Youtube-Logfiles.

Fleischer schloss indes aus, dass Google die Speicherzeiten in naher Zukunft noch weiter verkürzen werde. Das brächte seiner Ansicht nach nur einen geringen Gewinn für den Datenschutz, jedoch einen ungleich größeren Verlust in Bezug auf Schutz und Weiterentwicklung von Diensten. Das jetzt gefundene "Gleichgewicht" werde aber ständig überprüft und gegebenenfalls an geänderte Rahmenbedingungen angepasst. (uma)