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Google veröffentlicht seine Videotelefonie-App Duo

Google Duo soll als einfacher 1-zu-1-Messenger den Pendants von Facebook, Microsoft und Apple Marktanteile abknapsen.

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Google veröffentlicht seine Videotelefonie-App Duo

(Bild: Google)

Google will mit einer neuen App stärker bei Videoanrufen mitmischen: Duo. Der Internet-Konzern startet am heutigen Dienstag die Veröffentlichung der im Mai auf der Entwicklerkonferenz I/O angekündigten App. Das für Android und iOS erhältliche Duo tritt unter anderem gegen Microsofts Skype an. Zudem betreibt Apple den Dienst Facetime, der allerdings nur unter iOS läuft. In Facebooks Messenger sind Text und Video bereits in einer App zusammengeführt. Zudem wird auch vom Dienst WhatsApp, der ebenfalls zum weltgrößten Online-Netzwerk gehört, eine Videotelefonie-Funktion erwartet. Facebook Messenger und WhatsApp haben jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer.

Mit "Kuckuck" kann man sehen, wer anruft, bevor man den Anruf annimmt.

(Bild: Google)

Duo ist laut Google bewusst einfach gehalten. Das offenbar einzige Alleinstellungsmerkmal nennt sich hierzulande "Kuckuck": Duo zeigt ein Bild des anrufenden Nutzers, schon bevor man entscheidet, ob man den Anruf annimmt. Duo wird nicht wie viele andere Google-Apps mit dem Google-Konto des Nutzers, sondern ähnlich wie WhatsApp mit der Telefonnummer verknüpft. Die soll auch bei schlechten Datenverbindungen funktionieren und damit für den Einsatz in Entwicklungsländern optimiert sein.

Neben Duo wurde auf der I/O auch der Messenger Allo angekündigt. Die beiden Anwendungen könnten später miteinander verzahnt werden, sagte Google-Manager Nick Fox der Financial Times. Derzeit ist Duo noch nicht in Deutschland erhältlich. Google beginnt laut einem Blog-Posting heute mit dem weltweiten Rollout, "in ein paar Tagen" soll sie weltweit verfügbar sein.

Duo soll laut Google einfacher zu nutzen sein und eine bessere Qualität bieten als Hangouts – Googles Messenger-App, mit der man bisher bereits Videoanrufe tätigen konnte. Der Internet-Riese reagiert mit dem Neustart auch darauf, dass Hangouts in der Gunst der Nutzer von der Konkurrenz abgehängt wurde.

Hangouts soll, so Googles Nick Fox in einem Interview mit The Verge, eher auf den Unternehmenseinsatz ausgerichtet werden. Ins Bild passt, dass die Funktion Hangouts on Air am 12. September zu YouTube Live umgezogen wird. Hangouts on Air ist einer der ersten Livestreaming-Dienste. (mit Material von dpa) / (jo)

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