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Google wieder wertvollste Marke der Welt

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"Rise of the Machines" titelt die Financial Times und meint damit den zunehmenden Aufstieg der Technikbranche in der globalen Hitparade der wertvollsten Marken. Nichts getan hat sich seit dem vergangenen Jahr allerdings auf den vorderen Plätzen: Google ist immer noch die wertvollste Marke weltweit. Die Marktforscher von Millward Brown, Herausgeber der Rangliste (PDF-Datei), taxieren den Wert der Marke Google auf rund 86 Milliarden US-Dollar (54 Milliarden Euro), rund 20 Milliarden über dem Vorjahreswert.

Auch die nächsten vier Plätze blieben unverändert: Es folgen General Electric (71,4 Milliarden US-Dollar), Microsoft (70,9 Milliarden US-Dollar), Coca-Cola (58,2 Milliarden US-Dollar) und China Mobile (57,2 Milliarden US-Dollar). Den "Aufstieg der Maschinen" macht die Financial Times dabei unter anderem an IBM (55,3 Milliarden US-Dollar) fest, das sich vom neunten auf den sechsten Platz verbesserte. Apple (55,2 Milliarden US-Dollar) ist auf Platz sieben ebenso neu in den Top Ten wie Nokia (44 Milliarden US-Dollar) auf Position neun. Auf dem achten und zehnten Platz finden sich die Genussmittelmarken McDonalds (49,5 Milliarden US-Dollar) und Marlboro (37,3 Milliarden US-Dollar).

Die bekannte Zigarettenmarke ist der einzige Top-Ten-Eintrag mit schwindendem Wert. Dagegen hat die Marke des Computerherstellers aus Cupertino mit einem Plus von 123 Prozent den zweitgrößten Wertzuwachs zu verzeichnen. Übertroffen wurde Apple dabei nur von Blackberry, deren Wert um 390 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar zulegte und dem Mobilfunkdienst damit Platz 51 sicherte. Drittbester Aufsteiger ist Amazon, das sich mit einem Wertsteigerung von 93 Prozent auf Rang 61 platzierte.

Auch andere große IT-Unternehmen konnten ihren Markenwert zumeist steigern. Das gilt für HP (16) ebenso wie Cisco (22) und Intel (27). Dell wird auf Platz 41 gelistet, der Netzbetreiber AT&T liegt noch hinter Blackberry auf Rang 55. Yahoo belegt den Platz 62 und liegt damit knapp vor eBay (65). Dabei musste Yahoo allerdings einen Wertverlust von 13 Prozent hinnehmen. Ordentlich Federn gelassen hat im Jahresvergleich insbesondere Motorola. Der US-Netzwerkspezialist hat einen Wertverlust von 30 Prozent zu verkraften und stürzte im Ranking um 32 Plätze auf Rang 92 ab.

Ein weniger von US-Marken dominiertes Bild ergibt der Blick auf Europa. Hier führt Nokia vor Vodafone und BMW. Die Autobranche ist mit Porsche (6. Platz) und Mercedes (9) in Europa gut vertreten. Vodafone, das in der englischen Rangliste mit Abstand führt, ist mit dem elften Platz weltweit auch ein Anwärter auf einen Platz in den Top Ten. BMW kommt global auf den 17. Platz und ist damit das bestplatzierte deutsche Unternehmen auf der Liste, gefolgt von Porsche (28), SAP (29) und Mercedes (36) sowie der Deutschen Bank (42) und Siemens (47). T-Mobile kommt im internationalen Ranking auf Platz 83.

Millward Brown ermittelte die Rangliste der wertvollsten Marken zum dritten Mal seit 2006. Auf der ersten Rangliste 2006 hatte Microsoft den ersten Platz eingenommen. Bei der Bewertung der Marken fließen Erkenntnisse der Marktforscher über klassische Markeneigenheiten wie Bekanntheit beim Verbraucher oder Marktpositionierung ebenso ein wie Finanzdaten der Wall Street. (vbr)