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Google will Inserenten mehr Möglichkeiten gegen Klickbetrug geben

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Google will seinen Werbekunden wirksame Werkzeuge gegen Klickbetrug an die Hand geben. Wie unter anderem der Suchmaschinen-Fachdienst Search Engine Watch berichtet, sollen Inserenten ab Anfang März die Einblendung ihrer Anzeigen auf bestimmten Rechnern unterbinden können. So soll der Inserent in Zukunft die Möglichkeit haben, die Auslieferung seiner Anzeigen auf Rechner mit bestimmten IP-Adressen zu unterbinden. Außerdem will der Suchmaschinenbetreiber klarer über die Ersparnisse durch ausgefilterte falsche Klicks informieren und bis zum Sommer ein Standardverfahren für die Meldung von Klickbetrug einrichten.

Für Online-Werbung bei Google zahlt ein Anzeigenkunde umso mehr, je häufiger sein auf Stichwort eingeblendeter Werbelink angeklickt wird. Mit Hilfe so genannter Klickrobots können Betrüger nun die Klickraten gezielt erhöhen. Diese zweifelhafte Dienstleistung wird in den USA gelegentlich von Unternehmen in Anspruch genommen, um beispielsweise die Werbekosten eines Konkurrenten vorsätzlich in die Höhe zu treiben. Webseitenbetreiber wiederum können durch Klickbetrug bei der Werbung, die sie auf ihrer Seite eingebunden hatten, die von Google kassierte Werbeprovision nach oben treiben.

Google wurde in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, nicht genug Maßnahmen gegen diesen Klickbetrug zu ergreifen. Das hat eine Reihe von Unternehmen auf den Plan gerufen, die die Daten der Inserenten in deren Auftrag auf falsche Klicks durchkämmen. Der Suchmaschinenbetreiber hatte diesen Analysen allerdings "fundamentale Fehler" unterstellt und wiederholt erklärt, das System ausreichend gegen Klickbetrug gesichert zu haben. Google hatte sich dennoch in einem Schadensersatzverfahren mit verärgerten Inserenten verglichen. Das Problem betrifft neben Google auch andere Anbieter wie MSN oder Yahoo. Die großen Drei, die sich sonst nicht sonderlich grün sind, haben sich in Sachen Klickbetrug auf eine gemeinsame Linie verständigt. (vbr)

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