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Google will Kontaktlinse mit eingebauter Kamera patentieren lassen

Dem US-amerikanischen Patentamt liegt ein Antrag vor, in dem Google sich eine Kontaklinse mit Kamera und Display schützen lassen will.

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Google hat sich eine Kontaktlinse ausgedacht, in die eine Kamera eingebaut ist und die über einen ebenfalls eingebauten Sensor durch einen Lidschlag ausgelöst werden kann. Außerdem soll die Kontaktlinse auch Daten an ein Gerät wie ein Mobiltelefon senden können, damit dort die Bilder ausgewertet werden. Das geht aus einem Patentantrag hervor, in dem die Technik beschrieben ist. Google hat den Antrag auf ein "Image Capture Component on Active Contact Lens" im Oktober 2012 eingereicht, nun wurde er veröffentlicht.

Abbildung aus dem Patentantrag

Mit Hilfe der Kamera soll der Träger beispielsweise sein Gesichtsfeld erweitern können. Die Bilder aus der Peripherie könnten über ein ebenfalls in die Kontaktlinse eingebautes Display angezeigt werden, heißt es in dem Antrag. Aber auch Sehbehinderte könnten von der Technik profitieren, wenn sie die Kontaktlinse tragen. Die Kamera könnte beispielsweise die Situation an einem Fußgängerüberweg filmen, die Bilder an ein Smartphone senden, das sie auswertet und den Kontaktlinsenträger warnt, falls sich ein Auto nähert. Den nötigen Strom könne ein Akku oder auch ein Solarelement liefern.

Im Forschungslabor Google X wird bereits an Kontaktlinsen getüftelt. Ob dabei auch bereits an der in dem Patentantrag beschriebenen Technik gearbeitet wird, ist nicht bekannt. Im Januar dieses Jahres trat Google aber mit einer Kontaktlinse an die Öffentlichkeit, die Blutzucker-Werte messen und den Träger bei Schwankungen warnen kann. (anw)

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