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Google will israelischen Cloud-Spezialisten Velostrata übernehmen

Der Internet-Gigant stärkt seine Cloud-Sparte mit einem Zukauf: Velostrata bietet Tools für die unkomplizierte Migration von Workloads und Daten in eine Cloud an.

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Der Internet-Konzern Google will das auf Cloud-Migration spezialisierte israelische Unternehmen Velostrata übernehmen. Das teilt Google in einem Blogbeitrag mit. Velostrata wurde 2014 gegründet und bietet Software für den fließenden Umzug in eine Cloud an. Ein Preis wurde nicht genannt. Die Übernahme muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

Mit Migrations-Tools neue Kunden in die Cloud locken

Velostratas Tools für die Migration von Daten und Workloads in die Cloud (und bei Bedarf wieder zurück) will Google seiner Cloud-Sparte einverleiben und Kunden damit die eigenen Angebote schmackhaft machen. Die Cloud ist mittlerweile fester Bestandteil nahezu jeder größeren Unternehmens-IT.

Den Vorteilen einer Cloud stehen jedoch meist Hindernisse beim Datenschutz entgegen (etwa Speichern der Daten im Ausland, besondere Schutzwürdigkeit der Daten) sowie technische Hürden, weil die eigene Infrastruktur und die der Cloud-Anbieter meist aus unterschiedlichen oder inkompatiblen Produkten bestehen.

Dieser Entwicklung begegnen Anbieter mittlerweile mit der sogenannten Hybrid-Cloud: Ein Kunde lagert nur die Workloads oder Datenmengen in genau die Cloud-Umgebung (etwa in Deutschland) aus, die er dafür vorsieht. Das ganze geschieht möglichst zur Laufzeit, also "live" (bei Velostrata "workload streaming" genannt).

Storage- und Compute-Ressourcen "live" verschieben

So kann ein Unternehmen nach Bedarf steuern, welche Daten das Unternehmen verlassen und anderswo verarbeitet oder gespeichert werden. Um die technische Seite dieses Migrations-Modells (Tools, die die Kunden- mit der Cloud-Infrastruktur verknüpfen sowie WAN-Optimierung für die Netzanbindung) kümmert sich die Software von Velostrata.

Der Velostrata-CEO Issy Ben-Schaul erwähnt in einem eigenen Statement auf der Website seines Unternehmens allerdings nicht, ob die derzeitigen Velostrata-Kunden weiterhin etwa mit Microsofts Azure- oder Amazons AWS-Cloud arbeiten können. Das Unternehmen schließe sich mit Google zusammen und wolle helfen, die Workloads der Kunden in die Google-Cloud zu migrieren, schreibt Ben-Schaul. (tiw)

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