Googles Advanced Protection für Android-Geräte erweitert

Im Rahmen von Googles Advanced Protection ist künftig die App-Kontrolle auf Android-Geräten automatisch aktiviert.

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(Bild: Benny Marty/Shutterstock.com)

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Google erweitert seine Advanced Protection. Auf Android-Geräten ist künftig die Google-Play-Protect-Funktion automatisch aktiviert – zumindest für Nutzer des Schutzmaßnahmen-Programms, das stetig via Machine-Learning-Systemen Apps auf Schadprogramme prüft. Die Aktualisierung läuft bereits. Die Aktivierung kann nicht rückgängig gemacht werden.

Dabei geht es laut eines Google-Blogbeitrags nicht nur um Apps, die über den Play Store sowieso grundsätzlich gecheckt werden, sondern um die Installation von Apps aus anderen Stores. Diese können zum Großteil gar nicht mehr auf Android-Geräte geladen werden. Möglichkeiten gibt es noch über die Android-Debug-Bridge. Bereits installierte Apps löscht Google nicht automatisch, sie können auch weiterhin aktualisiert werden.

Die Erweiterung des Advanced Protection Programms gilt nicht für G-Suite-Nutzer. Ihnen stehen jedoch andere Optionen für einen ähnlichen Schutz zur Verfügung. Google verweist hier auf eine Anleitung für die allgemeinen Einstellungen.

Das Advanced Protection Programm hat Google 2017 eingeführt. Zielgruppe der zusätzlichen Sicherheit sind nach Unternehmensangaben vor allem Nutzer, die einem erhöhten Risiko für gezielte Angriffe ausgesetzt sind; Journalisten, Politiker, Wirtschaftsführer und Wahlkampfteams. Die Teilnahme ist grundsätzlich zunächst kostenlos. Zu den Funktionen gehört etwa der beschränkte Zugriff von Drittanbieter-Apps auf Daten aus Google-Konten.

Auch Chrome-Downloads werden durch das Programm kontrolliert. Dazu muss die Synchronisation im Browser aktiviert sein. Google verhindert dann gegebenenfalls das Herunterladen von schädlichen Programmen oder zeigt einen Warnhinweis an. Generell soll Chrome für mehr Sicherheit sorgen: In den kommenden Versionen des Browsers werden nach und nach immer mehr nicht-verschlüsselte Downloads blockiert. Zunächst erscheinen Warnhinweise, im Herbst können Downloads nur noch via HTTPS gestartet werden. Google hat die Schritte bereits angekündigt, um Entwicklern ausreichend Zeit für die Umstellung zu geben.

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(emw)