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Googles E-Book-Plattform geht online

Webbasierter E-Book-Reader: Google eBooks.

Mit über einem Jahr Verzögerung hat Google in den USA seine E-Book-Plattform gestartet, auf der E-Books gekauft, verwaltet und gelesen werden können. Die nicht – wie zunächst angekündigt – "Google Editions" sondern "Google eBooks" getaufte Plattform baut auf Googles umstrittener Volltext-Suche für eingescannte Bücher auf. Insgesamt drei Millionen E-Books sollen zum Start zur Verfügung stehen, der Großteil davon ältere, gemeinfreie Werke. Im angebundenen eBookstore bietet Google zudem mehrere 100.000 kostenpflichtige E-Books zum Verkauf an, darunter viele englischsprachige Bestseller.

Google will sich mit einem geräteunabhängigen Absatz von Konkurrenten wie Amazon oder Apple abheben: Gekaufte und kostenlose Bücher werden mit dem Google-Konto des Nutzers verknüpft und können sowohl im Browser als auch per Smartphone-App gelesen werden. Zusätzlich bietet Google einen Download in den gängigen E-Book-Formaten Epub und PDF an.

Verlage können über Google angebotene E-Books mit einem Kopierschutz versehen, der die Weitergabe der Bücher und das Kopieren von Textstellen einschränkt – Google setzt dabei wie Sony und viele anderen E-Book-Reader-Hersteller auf Adobe DRM. Der Nutzer benötigt zum öffnen solcher kopiergeschützten E-Books deshalb ein Nutzerkonto bei Adobe .

Im Google eBookstore kann man derzeit nur in den USA Bücher kaufen.

Bücher für Google eBooks soll man nicht nur im Google-Shop kaufen können, sondern auch bei kooperierenden Anbietern wie Alibris oder Powells. Ob Nutzer auch E-Books aus anderen Quellen importieren können, sofern sie in kompatiblen Formaten vorliegen, gab Google nicht bekannt.

Die Öffnung des E-Book-Shops für Kunden außerhalb der USA soll im ersten Quartal 2011 erfolgen, heißt es in einem Bericht des Wall Street Journals. Der browserbasierte E-Book-Reader sowie der Download von Epub und PDF ist für gemeinfreie Werke bereits jetzt schon für deutsche Nutzer verfügbar.

Die Smartphone-Apps für Android, iPhone, iPad und iPod Touch sind dagegen noch nicht über den deutschen Google Market beziehungsweise Apple App Store verfügbar. Sie optimieren die Buchanzeige für die Mobilgeräte und ermöglichen das Lesen im Offline-Modus – die Browser-Version von Google eBooks benötigt derzeit noch eine Internetverbindung. (acb)

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