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Googles Emojis für mehr gleichberechtigte Frauen werden offiziell

Google-Mitarbeiter waren beim Unicode Technical Committee mit ihrem Vorschlag für diversifizierte Emojis erfolgreich.

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Googles Emojis für mehr gleichberechtigte Frauen werden offiziell

(Bild: unicode.org)

Das Unicode Technical Committee (UTC) hat einen Satz von Emojis in seine Liste aufgenommen, durch die Frauen adäquater dargestellt werden sollen. Google-Mitarbeiter hatten sie dieses Jahr im Mai vorgeschlagen, um die bisherigen Rollenbilder für Männer und Frauen aufzulösen.

Elf neue Emojis in verschiedenen Hautfarben

(Bild: Google)

Männern waren bisher beispielsweise Polizisten, Bauarbeiter oder Agenten beziehungsweise Detektive vorbehalten, wie die für Emojis zuständige Google-Mitarbeiterin Nicole Bleuel schreibt, für Frauen Symbole für Prinzessin, Frisörin oder Braut. Dadurch seien Frauen bisher nicht ausreichend repräsentiert worden. Umgekehrt könne sich die enge Auswahl auf das Selbstbild von Heranwachsenden auswirken.

Eine UTC-Arbeitsgruppe habe nun elf neue Berufs-Emojis akzeptiert, die es sowohl in weiblicher als auch männlicher Ausführung gibt und zudem in verschiedenen Hautfarbschattierungen. Dadurch gebe es insgesamt über einhundert neue Emojis. Hinzu kommen 33 weibliche Varianten bereits existierender Emojis. Smartphone-Nutzer könnten nun also beispielsweise zwischen einem weiblichen und einem männlichen Läufer wählen, bisher gab es nur einen männlichen.

Die neuen Emojis ließen sich in künftige neue Versionen von Android sowie andere Plattformen einbinden, schreibt Bleuel weiter. Schließlich sorge das UTC dafür, dass Nutzer verschiedener Betriebssysteme die gleichen Emojis empfangen und senden können.

Neue Varianten von 33 bisherigen Emojis

(Bild: Google)

Das UTC ist selbst daran interessiert, dass die Geschlechter in Emojis repräsentativer dargestellt werden, wie aus ihrer Bekanntmachung hervorgeht. Im Juni seien in Unicode bereits gegengeschlechtliche Entsprechungen wie zum Beispiel für die Prinzessin aufgenommen worden, doch die Fortschritte gingen langsam voran. Um die neuen Zeichen zu erzeugen, würden mehrere Emojis miteinander ähnlich wie Ligaturen miteinander kombiniert. So wählten die Nutzer zunächst ein Emoji für "Frau" aus, anschließend ein "zero-width joiner" (breitenloser Verbinder) sowie ein Doktorhut und es ergebe sich eine Studentin. Anbieter könnten nun damit beginnen, die neuen Zeichen zu implementieren. (anw)

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