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Technology Review

Googles Forscher bauen analogen Quantencomputer mit neun Qubits

Bislang wurde vor allem an digitalen Quantencomputern geforscht, die theoretisch bestens verstanden und konventionellen Rechnern relativ ähnlich sind. Schnellere Fortschritte werden von einem noch exotischeren Konzept erwartet.

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Google meldet analogen Quantencomputer mit neun Qubits

Forscher bei Google und an der Universität des Baskenlandes haben einen so genannten analogen Quantencomputer mit neun Qubits entwickelt. Derartige Quantencomputer unterscheiden sich stärker von konventionellen Rechnern als die digitale Variante, die bislang die meiste Forschungsarbeit und die höchsten Budgets auf sich gezogen hat. Analoge Quantencomputer sind theoretisch weniger gut verstanden, könnten sich aber als leichter zu skalieren erweisen, wie Technology Review online in "Quantencomputer: Analog statt digital" berichtet.

Die Vorteile von digitalen Quantencomputern wurden von Theoretikern vielfach bewiesen. Allerdings wird hier wegen der empfindlichen Quanteneffekte bei der Datenverarbeitung sehr viel Hardware und Software zur Fehlerkorrektur benötigt. Deshalb entwickeln Google, IBM und Start-ups zunehmend Interesse am alternativen Modell der analogen Quantencomputer.

Der jetzt vorgestellte supraleitende Quantenchip simuliert neun Atome, die magnetisch miteinander interagieren, hat also neun Qubits. Um das zu demonstrieren, was die Forscher als "Quanten-Überlegenheit" bezeichnen, wäre ein analoger Quantencomputer mit mindestens 40 Qubits erforderlich – damit ließe sich dann schlüssig beweisen, dass er Dinge beherrscht, die für konventionelle Computer unmöglich sind. Google gibt an, man könne diesen Punkt relativ schnell erreichen, und andere Forscher auf diesem Gebiet halten das für glaubwürdig.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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