Googles GPS-Spiel Ingress: Werbung an virtuellen Spielorten

Nach ersten Versuchen in den USA integriert Google nun auch hierzulande Werbung in sein Augmented-Reality-Spiel Ingress: Deutsche Vodafone-Shops sind seit kurzem sogenannte Portale.

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Von
  • Jan-Keno Janssen

Solche Vodafone-Portale tauchen seit dem frühen Dienstagmorgen in ganz Deutschland auf.

Die Diskussionen sind so alt wie das Spiel selbst: Seit dem Ingress-Start Ende vergangenen Jahres wird eifrig darüber spekuliert, wie (und ob) Google Geld mit seinem Augmented-Reality-Spiel verdienen will. Seit heute ist klar: Mit Werbung.

Am frühen Dienstagmorgen tauchten überall in Deutschland mit dem Vodafone-Logo versehene Portale auf – so heißen bei Ingress die zu erobernden Spielorte. Platziert sind die Vodafone-Portale an den Geschäften des Mobilfunkbetreibers. Offenbar erhofft sich Vodafone so mehr Laufkundschaft von technikaffinen Smartphone-Besitzern: Um ein Ingress-Portal zu erobern, muss man tatsächlich hingehen.

In der Ingress-Community werden die ersten kommerziellen Portale kontrovers diskutiert: Während die einen zum Boykott der Vodafone-Portale aufrufen, sehen es andere eher pragmatisch: Irgendwie muss Google mit Ingress ja Geld verdienen.

Die Spielmacher – Googles Mini-Tochterunternehmen Niantic Labs – arbeiten in den USA bereits seit einiger Zeit mit einer Drogeriekette und Autovermietungen zusammen. Dabei fungieren die Filialen aber nicht nur als Sponsor-Portale: Bei der Drogeriekette DuaneReade können Spieler zum Beispiel innerhalb der Geschäfte Codes finden, mit denen sie im Spiel Bonus-Gegenstände bekommen. (jkj)