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Googles Geo-Dienst zeigt zu scharfe Bilder

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Googles neuer Geo-Dienst Street View geht manchen Menschen zu sehr ins Detail: Die New York Times berichtet von einer Katzenbesitzerin in Kalifornien, die beim Ausprobieren der neuen Ansicht feststellte, dass auf dem Foto ihres Hauses in Oakland auf dem Fensterbrett im zweiten Stock sogar die Katze Monty zu erkennen ist.

Mary Kalin-Casey äußerte daraufhin zunächst im Weblog BoingBoing ihre Bedenken über die mangelnde Privatsphäre an Orten, für die Google die Street-View-Ansichten veröffentlicht. Später sagte sie gegenüber der New York Times, dass es ihr darum ginge, ganz allgemein die Frage zu stellen, wie detailreich Fotos von Menschen und ihrem privaten Umfeld sein dürfen, die im Internet zugänglich sind. "Der nächste Schritt könnte sein, dass man die Bücher in meinem Regal erkennen kann", sagte sie, "wenn der Staat so etwas täte, wäre die Öffentlichkeit empört."

Google plant offenbar, den neuen Dienst kräftig auszubauen. Der Suchmaschinenbetreiber hat sich jedenfalls die Rechte an der Technik hinter Stanley gesichert, das 2005 den Grand Challenge für autonome Fahrzeuge gewonnen hatte. Damit könnten irgendwann möglicherweise fahrerlos und automatisch neue Bilder für Street View aufgenommen werden. (dwi)

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