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Googles Street View kommt unter Auflagen nun auch in Australien

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Wie bereits in mittlerweile 17 Städten der USA werden nun Google-Fahrzeuge mit Kameras auch durch australische Städte fahren, um Panorama-Aufnahmen von den Straßen zu machen. Sie ermöglichen es den Nutzern von Google Maps auf Street View zu schalten, um so auf Augenhöhe in detailreichen Bildern virtuell durch die Straßen flanieren und beobachten zu können, was sich hier zum Zeitpunkt der Aufnahme ereignet hat, oder nur zu sehen, wie es hier wirklich aussieht.

In den USA hatte es im Mai 2007 zunächst einen Aufschrei der Datenschützer gegeben, es kam auch zu Protesten von Menschen, die ungefragt in unerwünschten Posen aufgenommen wurden (Googles penetranter panoptischer Blick). Manche Aufnahmen wurde auch schnell wieder zurückgezogen bzw. Gesichter unkenntlich gemacht: Ein Mann, der in einen Pornoladen geht. Ein Obdachloser, der wenig später ermordet wurde. Ein Mann, der an einer Straße pinkelt.

Für Australien versichert Google, dass die Privatsphäre der Menschen gewahrt würde. So würden Gesichter nicht kenntlich und Nummernschilder der parkenden Fahrzeuge nicht lesbar sein. Als Google Street View auch für kanadische Städte anbieten wollte, wurde das Projekt erst einmal von der Datenschutzkommissarin Jennifer Stoddart zurückgewiesen, weil es die Datenschutzgesetze verletze. Google erklärte daraufhin, dass man anders als in den USA die Bilder weniger scharf machen werde, um den kanadischen Gesetzen und ähnlichen in anderen Ländern zu entsprechen, sodass Gesichter und Nummerschilder nicht erkennbar sein würden.

In Australien wird Street View nach Angaben von Google ab nächstem Jahr verfügbar sein. Man werde darauf nur sehen, was jeder sehen kann, der in einer öffentlichen Straße geht. Man bemühe sich um Lösungen, wie man die Privatsphäre der Australier am besten schützen könne, sagte der Pressesprecher von Google in Australien. David Vaile, der Direktor des Cyberspace Law and Policy Centre, verlangt von Google ein Gutachten über die Folgen für die Privatsphäre vorzulegen und zu garantieren, dass die Gesichter und Nummernschilder unkenntlich gemacht werden. Überdies müsste sich Google verpflichten, die rechtliche Verantwortung zu übernehmen, wenn die Privatsphäre einer Person beeinträchtigt werde. Vaile zweifelt daran, dass Google in einem solchen Fall nicht doch auf technische Finessen und andere Schlupflöcher rekurrieren könnte, wenn dies nicht klar gesetzlich geregelt ist. (fr)