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Googles selbstfahrendes Auto stößt mit Bus zusammen

Es standen ein paar Sandsäcke im Weg, der Lexus wollte auf eine andere Spur ausweichen und schon war es passiert. Der heranrollende Bus hatte nicht – wie vom Fahrer erwartet und vom autonomen Auto berechnet – seine Geschwindigkeit gedrosselt.

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Der Unfall passierte mit einem Lexus RX450h.

(Bild: Google)

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Ein selbstfahrendes Auto von Google ist mit einem Bus zusammengestoßen. Wie aus dem Unfallbericht hervorgeht, könnte ein Ausweichmanöver zu dem Unfall geführt haben. Das Auto vollzog mehrere Spurwechsel. Sowohl die Software im Auto als auch der Google-Mitarbeiter am Steuer rechneten nicht mit dem Zusammenstoß.

Wie der Unfallbericht darstellt, wollte das autonome Fahrzeug an einer Kreuzung rechts abbiegen. Hierfür lenkte der Wagen zunächst von einer Geradeausspur auf die daneben liegende Rechtsabbiegerspur, musste dort aber wegen eines Hindernisses anhalten. Auf der Strecke befanden sich Sandsäcke, die um einen Regenkanal gelegt worden waren. Das Fahrzeug musste diesen ausweichen. Hierfür scherte das Google-Fahrzeug wieder auf die Geradeausspur aus, als auf dieser Spur schon einige Fahrzeuge an ihm vorbeigezogen waren. Es näherte sich bei diesem Manöver ein Bus.

Der Google-Mitarbeiter am Steuer des umgerüsteten Wagens der Marke Lexus habe das Manöver nicht aufgehalten, weil er davon ausgegangen sei, dass die Zeit ausreiche oder der Bus notfalls abbremsen würde, erklärte der Internet-Konzern. Es sei jedoch laut Unfallbericht zu einem Zusammenstoß bei geringer Geschwindigkeit gekommen. Das Google-Auto soll mit zwei Meilen pro Stunde unterwegs gewesen sein, der Bus mit 15 Meilen pro Stunde. Der Lexus trug Beschädigungen an der linken Autoseite davon, verletzt wurde niemand.

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Von der Polizei lag am Montag zunächst keine Einschätzung zu den Umständen des Unfalls vor. Google erklärte aber unter anderem gegenüber Engadget, dass nach dem Unfall die Software der selbstfahrenden Autos geändert worden sei, da sich gezeigt habe, dass größere Fahrzeuge wie etwa Busse sich nicht genau so verhalten, wie etwa gleichgroße Autos. Sie würden unter anderem nicht so stark ihre Geschwindigkeit reduzieren und weniger häufig Vorfahrt gewähren.

Auch teilte das Unternehmen mit, dass das autonome Fahrzeug seit einigen Wochen lernt, auf überbreiten Spuren, die eigentlich auch zweispurig befahren werden können, nicht mehr stur in der Mitte zu fahren. Man versuche den Autos beizubringen, sich mehr wie normale Autofahrer zu verhalten und auf solchen Spuren eher an einer Seite der Straße zu fahren, um so auch nicht alle anderen Autofahrer mit einer zu mittigen Fahrweise zu nerven.

Der Unfall soll vor einer Kreuzung der Castro Street und der El Camino Real in Mountain View Kalifornien passiert sein.

(Bild: Google Maps)

Die selbstfahrenden Autos mit Google-Software sind in mehr als sechs Jahren über zwei Millionen Kilometer gefahren und waren dabei in gut ein Dutzend kleinere Unfälle verwickelt, während die Software die Kontrolle hatte. Meist wurden sie von anderen Autos mit Menschen am Steuer von hinten angefahren. Fälle, in denen ein Fehler der Software den Unfall verursachte, wurden bisher nicht bekannt. Zugleich greifen auch die am Steuer sitzenden Mitarbeiter immer wieder ein, wenn sie den Eindruck haben, dass die Software überfordert sei. Der jetzt geschilderte Unfall ist bereits Mitte Februar passiert. Bei dem von Google eingesetzten Lexus handelte es sich um einen RX450h, Baujahr 2012. (mit Material der dpa) /

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(kbe)