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Grafikeinheit für Spielautomaten: Radeon E8860 mit GCN-Architektur

AMDs neue Embedded-GPU Radeon E8860 ist dank GCN-Architektur vergleichsweise leistungsfähig und beispielsweise für den Einsatz in Spielhallenautomaten gedacht.

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Radeon E8860: Dank GCN-Unterbau zu DirectX 11.1 kompatibel.

AMD hat mit der Radeon E8860 – Codename "Adelaar" – ein Grafikmodul für den Embedded-Markt vorgestellt. Ihre GPU ist dank der GCN-Architektur zu DirectX 11.1 und OpenGL 4.2 kompatibel und unterstützt auch universelle Berechnungen über OpenCL 1.2. In der GPU arbeiten 640 Shader-Rechenkerne, die sich auf 10 Rechengruppen (Compute Units) verteilen. Sie laufen natürlich viel langsamer als ihre Pendants auf richtigen Grafikkarten, um Strom zu sparen. Bei 600 MHz Taktfrequenz erreicht die Radeon E8860 immerhin noch 768 GFlops bei einfacher Genauigkeit, bei doppelter noch ein Sechzehntel davon (48 GFlops).

Gerade bei Embedded-GPUs ist statt der puren Rechenleistung meist die Speicherbandbreite der Flaschenhals. Diesen will AMD durch die Bestückung mit GDDR5-Bausteinen weiten, die insgesamt 2 GByte an Daten fassen und mit 128 Leitungen angebunden sind (72 GByte/s). Über ein DisplayPort-1.2-Interface steuert die Radeon E8860 ein Display mit bis zu 4096×2160 Pixeln bei 60 Hz an. AMD gibt die 3D-Leistung der E8860 mit 2689 Punkten im 3DMark 11 an und verortet sie nach eigenen Angaben 20 Prozent über Nvidias GDDR5-Variante der Desktop-Grafikkarte GeForce GT 640 (2209 Punkte). Das soll etwa zum Einsatz in Spielhallen-Automaten oder zur medizinischen Bildverarbeitung genügen.

Auch dabei ist die VCE-Einheit zum Hardware-Encoding von HD-Videos (H.264) und die UVD-4-Engine fürs Hardware-Decoding (H.264, VC-1, MPEG-4, MPEG-2). Laut AMD soll die maximal 37 Watt schluckende Radeon E8860 insgesamt sieben Jahre lang erhältlich sein. (mfi)

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