CES

Grafikkarte Radeon RX 5600 XT: AMD kontert Nvidias GeForce GTX 1660 Ti

AMD bringt am 21. Januar 2020 die Grafikkarte Radeon RX 5600 XT in den Handel. Bei einem Preisschild von 280 US-Dollar eignet sie sich für Full-HD-Gaming.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 20 Beiträge

(Bild: AMD)

Von

AMD legt eine dritte Spieler-Grafikkarte mit dem 7-Nanometer-Grafikchip Navi 10 auf. Die Radeon RX 5600 XT ähnelt mit 2304 aktiven Shader-Rechenkernen einer Radeon RX 5700, kommt aber mit weniger und langsamerem Speicher daher. AMD setzt GDDR6-RAM mit 14 statt 12 Gigabit pro Sekunde (Gbps) ein und stutzt das Interface von 256 auf 192 Bit. Folglich erscheint die Radeon RX 5600 XT mit 6 GByte GDDR6-Speicher und 288 GByte/s Transferrate. Das sind 2 GByte beziehungsweise 160 GByte/s weniger als bei der Radeon RX 5700.

Zur weiteren Abgrenzung weist die Radeon RX 5600 XT verglichen mit den großen Navi-Grafikkarten für Desktop-PCs einen niedrigeren GPU-Takt auf: AMD nennt eine maximale Boost-Taktfrequenz von 1560 MHz, in Spielen soll die GPU typischerweise 1375 MHz erreichen. Dafür begnügt sich die Grafikkarte mit einer Total Board Power (TBP) von 150 Watt.

Modell Radeon RX 5700 Radeon RX 5600 XT Radeon RX 5500 XT
GPU Navi 10 Navi 10 Navi 14
Shader-Cores / TMUs / ROPs 2304 / 144 / 64 2304 / 144 / 64 1408 / 88 / 32
GPU-Takt (Basis / Game / Boost) 1425 / 1625 / 1725 MHz 1130 / 1375 / 1560 MHz 1607 / 1717 / 1845 MHz
theoretische Rechenleistung SP / DP* 9,37 TFLOPS / 585,6 GFLOPS 7,93 TFLOPS / 495,5 GFLOPS 5,2 TFLOPS / 324,7 GFLOPS
Speichermenge 8 GByte GDDR6 6 GByte GDDR6 4 / 8 GByte GDDR6
Speicher-Interface 256 Bit 192 Bit 128 Bit
Speichertakt / -durchsatz 14 Gbps, 448 GByte/s 12 Gbps, 288 GByte/s 14 Gbps, 224 GByte/s
Total Board Power (TBP) 180 Watt 150 Watt 130 Watt
*auf Game-Takt bezogen

AMD positioniert die Radeon RX 5600 XT als Nachfolgerin zur Radeon RX 590 und Konkurrentin zu Nvidias GeForce GTX 1660 Ti beziehungsweise GeForce GTX 1660 SUPER. Sie soll laut AMDs eigenen Benchmarks höhere Bildraten in 3D-Spielen ermöglichen als die Nvidia-Modelle, kostet mit 280 US-Dollar beziehungsweise rund 300 Euro aber auch etwas mehr. Interessant werden die Straßenpreise, da die Radeon RX 5700 schon bei 310 Euro startet.

Der Startschuss für Herstellerkarten mit eigenen Kühlern fällt am 21. Januar 2020. Bis dahin können Sie mit Testberichten zur Radeon RX 5600 XT rechnen.

AMD Radeon RX 5600 XT (3 Bilder)

Laut AMD ist die Radeon RX 5600 XT durchgehend schneller als Nvidias GeForce GTX 1660 Ti ...
(Bild: AMD)

Für Notebooks legt AMD die Radeon RX 5600M auf. Wie das XT-Modell für Desktop-PCs kombiniert die Mobilgrafikkarte 2304 Shader-Rechenkerne mit 6 GByte GDDR6-Speicher an 192 Datenbahnen. AMD trimmt die Radeon RX 5600M jedoch auf Effizienz und lässt sie deshalb mit einem Game-Takt von niedrigen 1190 MHz antreten. Die Total Board Power (TBP) sinkt folglich auf gerade einmal 60 Watt.

Die Radeon RX 5600 (ohne XT oder M) kommt ausschließlich in Komplett-PCs. Bei ihr speckt AMD den Grafikchip Navi 10 noch weiter auf 2048 Shader-Rechenkerne ab. Die restlichen Spezifikationen wie die Taktfrequenzen und 6 GByte GDDR6-Speicher stimmen mit der Radeon RX 5600 XT überein. (mma)