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Grafikkarten-Absatz erneut deutlich geschrumpft

Der Absatz von Desktop-Grafikkarten sinkt im dritten Quartal stark. Die Nachfrage durch Krypto-Mining war erheblich geringer als gedacht.

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Der Absatz von Desktop-Grafikkarten ist auch im dritten Quartal 2018 erneut geschrumpft. Gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres ging der Verkauf um 19,2 Prozent zurück. Im Vergleich zum Jahr 2017 brach der Verkauf sogar um 36,1 Prozent ein. Die beiden Chiphersteller Nvidia und AMD teilen den Markt für Grafikchips unter sich auf: AMDs Anteil sank auf 25,7 Prozent (von 36,1 Prozent im vorigen Quartal), Nvidia konnte seinen Anteil dagegen entsprechend auf 74,3 Prozent steigern (von 63,9 Prozent im zweiten Quartal). Damit liegt AMD im dritten Quartal unter dem Gesamt-Marktanteil des Vorjahres (2017: 27,2 Prozent), Nvidia liegt derzeit darüber (2017: 72,8 Prozent).

Die Zahlen gehen aus der aktuellen Analyse des US-Marktforschungsunternehmens Jon Peddie Research hervor. Das dritte Quartal 2018 ist sogar das schlechteste dritte Quartal in 10 Jahren, schreibt das Unternehmen und sieht den Grund dafür vor allem in einer Fehleinschätzung der Nachfrage durch Krypto-Mining. Das Schürfen von Digitalwährungen setzt mittlerweile hauptsächlich auf Spezialhardware. Damit hält der Trend aus dem vorangegangenen Quartal an.

Ende 2017 war die Nachfrage nach Grafikkarten durch Krypto-Mining und Gaming deutlich stärker gewesen. Auch Anfang 2018 waren die Preise für Mining-geeignete Grafikkarten hoch und die Verfügbarkeit schlecht – sogar die Suche nach Außerirdischen hat darunter gelitten.

(tiw)

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