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Grafikmarkt: Kryptominer kaufen 1,7 Millionen Grafikkarten in drei Monaten

AMD und Nvidia steigern ihren Grafikchip-Marktanteil im Vergleich zum Vorjahresquartal. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat noch immer die Nachfrage von Kryptominern.

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Grafikmarkt: Kryptominer kaufen 1,7 Millionen Grafikkarten in drei Monaten

Der Grafikchip-Markt ist im ersten Quartal des Jahres 2018 um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gewachsen. Besonders der Absatz von Desktop-Grafikchips stieg um 14 Prozent, während er bei Notebook-GPUs um 3 Prozent zurückging.

Im Vergleich zum vorherigen Quartal sank der GPU-Absatz um allerdings um 10 Prozent. AMD musste Einbußen von 6 Prozent in Kauf nehmen, Nvidia und Intel sogar von 10 beziehungsweise 11 Prozent. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des US-Marktforschungsunternehmens Jon Peddie Research hervor. Jon Peddie zählt für die Auswertung GPUs auf Grafikkarten, in Prozessoren und Notebooks; nicht jedoch SoC-GPUs von Smartphones und Tablets. Peddie fügt hinzu, dass sich die Tablet-Verkäufe im Vergleich zu Q4/2017 nicht verändert hätten.

AMD konnte seinen GPU-Marktanteil im ersten Quartal 2018 um 1,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhen. Nvidia steigerte sich diesbezüglich von 15,8 auf 18,4 Prozent. Federn lassen musste Intel, dessen Anteil von 71,1 auf 66,6 Prozent sank – dies könnte durchaus an AMDs konkurrenzfähigen Ryzen-Prozessoren liegen, von denen bestimmte Serien auch leistungsfähige, integrierte GPUs enthalten.

Im ersten Quartal 2018 wurden laut Jon Peddie Research insgesamt 1,7 Millionen Grafikkarten an Kryptominer abgesetzt. Im Gesamtjahr 2017 waren es 3 Millionen Stück. Jon Peddie schätzt den Bedarf aus dem Krypto-Mining-Bereich allerdings mittlerweile als gesättigt ein. Daher erwartet die Firma sinkende Preise, was auch die Nachfrage von PC-Spielern nach besonders leistungsfähigen Grafikkarten wieder steigern dürfte. Insgesamt wurden laut Peddie rund 24 Millionen dedizierte Grafikchips im ersten Quartal 2018 abgesetzt.

Noch in diesem Jahr will Nvidia die nächste Generation seiner Gaming-GPUs vorstellen, die unter dem Codenamen Turing laufen soll. Ein tatsächlicher Zeitplan ist allerdings noch nicht öffentlich bekannt. (mfi)

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