Menü

Grafiktreiber: Nvidia will Nouveau-Entwicklung unterstützen

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge
Update
Von

Gute Nachrichten nicht nur für Linuxer-Gamer: Auf der Nouveau-Mailingliste, auf der die Entwicklung des freien Linux-Treibers für Nvidia-Grafikhardware diskutiert wird, hat der Nvidia-Mitarbeiter Andy Ritger Unterstützung durch sein Unternehmen angekündigt. Nvidia wolle Dokumentation zu den eigenen Grafikprozessoren veröffentlichen; einige Nvidia-Entwickler würden zukünftig auf der Nouveau-Mailingliste mitdiskutieren und – sofern möglich – auch Fragen beantworten.

[Update 25.9.] Die Resonanz der Nouveau-Entwickler auf das Angebot ist durchgehend positiv; erste konkrete Fragen wurden bereits gestellt. In einer Diskussion erklärte Ritger, Nvidia plane, den zum Betrieb der Grafikkarten nötigen Microcode als Binary unter einer Lizenz zur Verfügung zu stellen, die ihre Distribution erlaubt.

Bislang hat Nvidia die Nouveau-Entwickler nicht unterstützt; der Treiber entstand durch Analyse der Hardware und Reverse Engineering der proprietären Herstellertreiber. Während letztere auch in der Linux-Version recht ausgereift sind, liefert der Nouveau-Treiber auf vielen Geforce-Karten nur mäßige 3D-Performance und hat Probleme mit der Video-Beschleunigung und der Lüfterregelung. Konkurrent AMD hingegen engagiert sich schon länger bei der Entwicklung der Open-Source-Treiber für Linux, sodass nur noch Anwender, die alles an Grafikleistung aus ihrer Hardware herauskitzeln wollen, die proprietären Treiber von AMD installieren müssen.

Letztes Jahr hatte Linux-Erfinder Linus Torvalds Nvidia als einen der größten Problemfälle unter den Hardware-Herstellern bezeichnet. Nvidia sei die mit Abstand schlimmste Firma, mit der er je zu tun gehabt habe. Seit März 2012 ist das Unternehmen Mitglied der Linux Foundation.

Siehe dazu auch:

(odi)