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Grails 1.1 veröffentlicht

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SpringSource, die Firma hinter dem Java-Framework Spring und seit der Akquise des Unternehmens G2One auch an der Groovy-Entwicklung beteiligt, hat die Version 1.1 von Grails veröffentlicht. Grails ist ein dynamisches Web-Framwork auf Java- und Groovy-Basis, das viele Konzepte des erfolgreichen Frameworks Ruby on Rails übernimmt.

Genau wie bei Rails genügen wenige Zeilen Code, um für Datenobjekte vollständige Eingabeseiten zu erzeugen, mit denen sich Daten erstellen, ändern und löschen lassen. Die in Groovy definierten Geschäftsobjekte projiziert Grails weitgehend automatisch auf Datenbanktabellen. Grails setzt auf bewährte Java-Techniken wie Spring, Hibernate und SiteMesh und profitiert von der Performance sowie Skalierbarkeit der Java Virtual Machine (JVM). Erst kürzlich hatten die Groovy-Entwickler mit der Version 1.6 die Basis für die neue Grails-Version gelegt.

Mit der neuen Release von Grails ist es unter anderem möglich, den Grails-eigenen ORM Layer (Object-Relational Mapper) GORM auch außerhalb des Frameworks zu verwenden. Weiterhin können Grails-Applikationen nun mit den populären Build-Werkzeugen Maven und Ant (im Verbund mit Ivy) entwickelt werden, wodurch die Integration mit Java über den gesamten Anwendungslebenszyklus hinweg einfacher vonstatten gehen soll.

Auf Plug-in-Seite haben die Entwickler nachgelegt. Jetzt sollen Plug-ins nicht mehr nur über Subversion "eingecheckt", sondern automatisch über die Plug-in-Metadaten installiert werden können. Das gilt auch für die Plug-in-Abhängigkeiten. Weiterhin gibt es Unterstützung für Spring Namespaces über eine Goovy DSL (Domain-specific Language), mit der man auch Bean-Definitionen bestimmen kann. Schließlich ist es jetzt möglich, die "Java Server Pages"-(JSP-)Tag-Bibliothek innerhalb von GSP (Groovy Server Pages) zu nutzen, wodurch es einfacher sein soll, Anwendungen auf Grails zu migrieren. (ane)