Grand Challenge: Keiner kam durch

Die Mühen der Bastler scheiterten oft schon nach wenigen Dutzend Metern -- nicht aber die großen Träume.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 227 Beiträge
Von

Hornberger Schießen in Kalifornien: Kein Fahrroboter beim ersten Wettrennen autonom steuernder Fahrzeuge schaffte es, keiner kam auch nur in die Nähe des knapp 160 Meilen entfernten Ziels. Die meisten scheiterten gar schon innerhalb der Startzone oder wenige hundert Meter weiter.

Immerhin 7,4 Meilen (knapp 12 Kilometer) weit kam das hoch favorisierte Militärfahrzeug "Sandstorm", eine Entwicklung der Eliteuniversität Carnegie Mellon in Pittsburgh. Dann aber durchbrach das Geländefahrzeug vom Typ Hummer einen Begrenzungszaun, rammte ein Hindernis und fing Feuer. Nicht viel besser erging es dem "Navigator", einem Eigenbau von Hobby-Entwicklern aus Florida und Utah. Das sechsrädrige Buggy-artige Vehikel verfing sich im Stacheldraht und musste abgestellt werden.

Für die meisten der um das Preisgeld von 1 Million Dollar angetretenen Wettbewerber fiel die Nagelprobe noch ernüchternder aus. Die meisten hatten ohnehin nicht damit gerechnet, ins Ziel zu kommen. "Wenigstens das offene Gelände erreichen," war von mehreren Teams im Vorfeld zu ihren Wunschzielen zu hören. Die Mühen scheiterten oft schon nach wenigen Dutzend Metern -- nicht aber die großen Träume. Die meisten werden sicherlich weiter an ihren Lösungen tüfteln. Und zahllose ehrgeizige Bastler, die dieses Mal nur zugesehen haben, dürften schon an eigenen Ideen brüten.

Zur Grand Challenge siehe:

(Erich Bonnert) / (tol)