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Gratis-Virenscanner von Microsoft verärgert Konkurrenz [Update]

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Virenschutz-Hersteller Trend Micro ist sauer darüber, dass Microsoft seinen kostenlosen Virenscanner Security Essentials neuerdings in den USA auch über die automatische Update-Funktion anbietet. Die Verbreitung anderer Software über Windows Update werfe "schwerwiegende Fragen über unfairen Wettbewerb" auf, sagte Carol Carpenter, die Chefin des Bereichs Consumer und Small Business bei Trend Micro, laut einem Bericht der Computerworld. Die Anwender hätten nicht die Wahl, auf Windows Update zu verzichten, deshalb dürfe es nicht in dieser Weise verwendet werden.

Microsoft wandte der Zeitschrift zufolge ein, dass die Download-Option nicht über Windows Update angeboten werde, sondern über das übergeordnete Microsoft Update, über das beispielsweise auch das Office-Paket und der Media Player auf aktuellem Stand gehalten würden. Für die meisten Anwender dürfte sich der feine Unterschied allerdings kaum erschließen, zumal Windows Update in XP, Vista und Windows 7 per Default aktiv ist. [Update: Bei einer frischen Windows-Installation ist Microsoft Update nicht aktiviert. Dem Anschalten stimmt man üblicherweise erst im Rahmen der Installation von Microsoft Office und ähnlichen Microsoft-Programmen zu.]

Seit Montag sehen Windows-Nutzer in den USA beim Start der Update-Funktion den kostenlosen Virenscanner in der Liste der Download-Optionen. In Großbritannien hatte Microsoft die Ergänzung schon vor drei Wochen vorgenommen. Deutsche Anwender sehen davon noch nichts; sie müssen selbst aktiv werden, um die Security Essentials herunterzuladen. (cp)