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Griechisches Gericht: Mutmaßlicher Bitcoin-Geldwäscher soll nun an Russland ausgeliefert werden

Zuerst entschied ein griechisches Gericht, dass der mutmaßliche Bitcoin-Geldwäscher Alexander V. an die USA ausgeliefert soll – jetzt entschied ein anderes Gericht für das russische Auslieferungsgesuch.

Griechisches Gericht: Mutmaßlicher Bitcoin-Geldwäscher soll nun an Russland ausgeliefert werden

US-Ermittler zogen im Juli den Stecker bei Btc-e.com.

Alexander V. soll als Chef der Kryptogeldbörse Btc-e im großem Stil Geld gewaschen haben – und sowohl die USA als auch Russland rangeln nun um seine Auslieferung. Vergangene Woche stimmte noch ein Gericht in Thessaloniki dem US-Auslieferungsersuchen zu. Am gestrigen Mittwoch entschied aber ein örtliches Berufungsgericht, dass er nach Russland ausgeliefert werden soll, wie die Nachrichtenagentur AP meldet. Ende Juli war der russische Staatsbürger V. mit einem internationalem Haftbefehl aus den USA in Griechenland festgenommen worden.

Die endgültige Entscheidung, wo es nun mit V. hingeht, liegt dem Bericht zufolge nun beim griechischen Justizminister. US-Behörden sehen in ihm den Kopf der im Juli vom Netz genommenen Kryptogeldbörse Btc-e. V. soll die Börse systematisch zu einem Geldwäsche-Hotspot für organisierte Kriminalität gemacht haben. Geldflüsse aus Hackerangriffen, Erpressungstrojanern, Identitätsdiebstahl, Korruption, Drogenhandel in Höhe von rund 4 Milliarden US-Dollar sollen so verschleiert worden sein.

In den USA würden ihn bei einem Schuldspruch eine Millionenstrafe sowie bis zu 20 Jahre Haft erwarten. In Russland wirft man ihm hingegen nur Betrug in Höhe 667.000 Rubel vor (umgerechnet rund 9700 Euro). V. bestreitet zwar die Vorwürfe aus beiden Ländern, scheint Berichten nach aber klar die Auslieferung nach Russland zu bevorzugen. (axk)

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