Größeres Update für freies DTP-Programm Scribus

Das quelloffene, plattformübergreifende Grafikprogramm Scribus setzt in der neuen Version 1.3.5 auf Qt4 auf und bringt eine Reihe von Verbesserungen.

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Von
  • Alexandra Kleijn

Zwei Jahre nach der Freigabe von Scribus 1.3.3 haben die Entwickler ein neues Release des freien Layout-Programms vorgelegt. Obwohl es sich bei dem jetzt erschienenen Scribus 1.3.5 genau genommen um eine Entwicklerversion handelt, hält das Team die Software für stabil genug um sie auch für den täglichen Einsatz zu empfehlen. Vorsichtigen Naturen raten die Entwickler jedoch dazu, bei dem offiziell als stable gekennzeichneten 1.3.3-Zweig zu bleiben. Scribus 1.3.5 soll als Entwicklungsgrundlage für das nächste Meilenstein-Release 1.4 dienen.

Unter der Haube fußt die neue Version des quelloffenen DTP-Programms auf Qt4 (Version 4.4.0 der C++-Klassenbibliothek ist die Mindestvoraussetzung). Wesentliche Teile des Programms, darunter vieles des Canvas- und Textcodes, haben die Entwickler neu geschrieben. Mithilfe des neuen Frame-Typs Render Frames lassen sich Markup-Sprachen wie LaTeX oder POV-Ray direkt in Scribus rendern. Verbesserungen gibt es, so die Release Notes, zum Beispiel bei der Verwaltung von Palettenfarben, beim Drag-and-Drop und bei den Importfiltern. So gibt es nun Filter für Adobe Illustrator und für Xfig- und WMF-Dateien. Farbpaletten können aus Illustrator- und aus EPS-Dateien übernommen werden.

Dem Alpha-Stadium endgültig entwachsen ist die native Mac-OS-X-Version, die die Scribus-Macher als Universal Binary bereitstellen. Scribus 1.3.5 steht auf SourceForge zum freien Download zur Verfügung. Neben den Installern für Mac OS X, Windows und dem Quellcode bietet das Projekt auch vorgefertigte Pakete für diverse Linux-Distributionen, darunter Debian/Ubuntu, Fedora, OpenSuse und Mandriva.

Siehe dazu auch:

  • Scribus im heise Software-Verzeichnis

(akl)