Menü

Großaktionär will Verkauf des Yahoo-Kerngeschäfts

Finanzinvestor Starboard sieht ein zu hohes Risiko, dass Steuern anfallen, wenn sich Yahoo von seiner Alibaba-Beteiligung trennt. Er hat stattdessen einen anderen Plan.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 31 Beiträge

(Bild: dpa)

Von

Unter Yahoo-Aktionären regt sich Widerstand gegen den geplanten Verkauf des Anteils an der chinesischen Handelsplattform Alibaba. Der Finanzinvestor Starboard fordere Yahoo in einem Brief vom späten Mittwoch stattdessen auf, sein Internet-Kerngeschäft abzustoßen, schrieb das Wall Street Journal. Das Risiko, dass bei der Abtrennung der mehr als 20 Milliarden Dollar teuren Alibaba-Beteiligung Steuern anfallen, sei zu hoch, heiße es zur Begründung.

Der Alibaba-Anteil macht einen Großteil des Yahoo-Börsenwerts aus, der zuletzt bei gut 30 Milliarden Dollar lag. Starboard hatte ursprünglich eine Veräußerung der Alibaba-Aktien gefordert. Doch die US-Steuerbehörde will nicht garantieren, dass sie die Transaktion, die Yahoo sich dafür ausdachte, kein Geld haben will.

Starboard bekommen jetzt deswegen kalte Füße – zumal das Internet-Kerngeschäft sich in den vergangenen Jahren trotz aller Umbau-Versuche nicht von der Stelle bewegt hat. Yahoo hatte zuletzt bekräftigt, der Verkauf der Alibaba-Beteiligung werde trotzdem vorangetrieben und solle im Januar abgeschlossen werden. (anw)