Großbritannien zieht Ende für Verbrennungsmotoren fünf Jahre vor

Das geplante Verbot für den Verkauf von Verbrennern soll nun auch Hybride einschließen.

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Noch zieht es wie hier im schottischen Stirling Schaulustige an, wenn jemand sein Elektroauto aufladen will.

(Bild: stirling.gov.uk)

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In Großbritannien soll es nach neuesten Plänen der Regierung nicht erst wie ursprünglich geplant ab 2040 verboten sein, neue Autos und Transporter mit Diesel- und Benzinantrieb zu verkaufen, sondern fünf Jahre früher. Möglicherweise werde das Verbot auch noch früher als 2035 eingeführt, falls die Bedingungen dafür günstig seien, heißt es in einer Mitteilung der britischen Regierung. Anders als bisher vorgesehen sollen dabei Hybrid-Autos in das Verbot eingeschlossen werden.

Die Regierung werde weiterhin mit allen Branchen über die Einführung von Fahrzeugen ohne Emissionen sprechen, schreibt die britische Regierung. Verkehrsminister Grant Shapps betonte, die umgerechnet 1,76 Milliarden Euro umfassende Förderung von Elektroautos zahle sich aus, mittlerweile werde jede 15. Minute ein solches Auto gekauft.

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In Großbritannien wurden im vergangenen Jahr 73.000 batterieelektrisch betriebene Autos und Plug-in-Hybride verkauft. Das sind 21 Prozent mehr als im Jahr davor, ergaben jüngste Zahlen des Center of Automotive Management. Das Land steht damit nach China, den USA, Deutschland und Norwegen nach absoluten Verkaufszahlen auf dem weltweit fünften Rang, nach Marktanteilen mit 3,1 Prozent auf dem vierten, vor Deutschland, in dem solche Autos 3 Prozent Anteil am Markt für Neuwagen haben. (anw)