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Große Linux-Initiative von Compaq

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Nachdem sich IBM mit Nachdruck für Linux engagiert hat, will Compaq nicht zurückstehen und kündigt gleich sechs strategische Initiativen an, mit denen man "die weltweite Nachfrage nach kommerziellen Unternehmenslösungen mit Linux" befriedigen will. Dabei will der Computerhersteller in einigen Bereichen auch mit der Open-Source-Gemeinde zusammenarbeiten.

Kunden mit dem Wunsch nach hoher Rechenleistung bietet Compaq in Kooperation mit einigen Partnern Linux-Cluster jetzt auch auf Basis seiner x86-Proliant-Server an; zum Einsatz kommt dabei die Open-Source-Software des Beowulf-Projektes. Zusammen mit Oracle will man in den Oracle Linux Labs am Linux-Kernel arbeiten. Wie schon zuvor IBM mit seinem Linux-kompatiblen AIX 5L will Compaq in dem "Tru64 affinity program" die Quellcode-Kompatibilität zwischen Linux und dem eigenen Tru64-Unix verbessern. Die eigene Cluster-Software Single System Image (SSI) zum Aufbau von Hochverfügbarkeits-Clustern soll nach und nach als Open Source freigegeben werden. Zusammen mit Red Hat und SAIR will Compaq "Accredit Systems Engineers" dür Linux zertifzieren. Schließlich soll ein Wettbewerb Programmierer dazu animieren, Linux-Anwendungen für den iPAQ zu erstellen.

Compaq bündelt seine Linux-Aktivitäten auf einer eigens eingerichteten Website. Unter der Überschrift "Linux@Compaq Open for Business" kann man nach Linux-Produkten, Support und Lösungen stöbern. In einigen Bereichen zeigen sich allerdings noch Lücken: So führt Compaq bei den Linux-Produkten zwar zwei Notebooks der Armada-Reihe und einige Workstations auf, die man aber nur mit Windows bestellen kann. Auch bei der Suche nach Treibern herrscht beim Stichwort Linux Fehlanzeige. Bei den Servern sieht es schon besser auf: Proliant-Server kann man mit vorinstalliertem Linux kaufen, und Compaq stellt auch spezielle Linux-Software für die Rechner bereit. (odi)