Cebit

Großer Bahnhof für De-Mail

Mentana-Claimsoft soll am Vormittag des ersten Messetages vom BSI die Akkreditierungsurkunde für einen De-Mail-Dienst erhalten. Auch ansonsten ist auf der CeBIT in Sachen De-Mail einiges los.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 192 Beiträge
Von

Als erster Anbieter von De-Mail wird Mentana-Claimsoft (Halle 3, Stand D08) am Vormittag des ersten CeBIT-Tages vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationtechnik (BSI) die Akkreditierungsurkunde erhalten (PDF-Datei). Auch die Deutsche Telekom sowie die Provider Web.de, GMX und 1und1 werden auf der Messe mit ihren De-Mail-Angeboten an den Start gehen. Dazu kommen zahlreiche Vorträge rund um das Thema.

Nach der ISO-Zertifizierung und der Zustimmung der Datenschützer hat Mentana-Claimsoft nun auch die Akkreditierung des BSI erhalten und darf De-Mail-Dienste anbieten. Das Angebot der Franotyp-Tochter richtet sich vor allem an Firmen, die neben ihrem E-Mail-System auch ein De-Mail-System aufsetzen wollen. Dabei wird eine E-Mail-Adresse wie "newstips@heise.de" zu "newstips@heise.de-mail.de"erweitert. Auch die Telekom (Halle 4, Stand D26) hat sich kurz vor Messe-Auftakt für diese Namenskonvention entschieden, von der allein die Deutsche Post mit ihrem E-Postbrief abweicht.

Ein weiteres De-Mail-Angebot wird zur CeBIT von Secunet Security (Halle 12, Stand B36) präsentiert. Die Firma zeigt den Secunet-Konnektor, mit dem Firmen und Behörden sich an einen De-Mail-Provider anbinden können. Rund um De-Mail haben das Bundesinnenministerium, das BSI und verschiedene Kommunalverwaltungen eine Reihe von Vorträgen geplant, über die der neueste De-Mail-Newsletter informiert. Außerdem beschäftigt sich der auf der CeBIT tagende IT-Planungsrat mit Einsatzmöglichkeiten von De-Mail.

Allgemein wird der Durchbruch für De-Mail allen Angeboten zum Trotz wohl erst mit dem E-Government-Gesetz erfolgen, das 2013 in Kraft treten soll. "Jede Behörde des Bundes ist verpflichtet, den elektronischen Zugang zusätzlich durch eine De-Mail-Adresse im Sinne des De-Mail-Gesetzes zu eröffnen", heißt es im derzeit diskutierten Referentenentwurf.

Das Gesetz soll auch einen Passus enthalten, der das noch junge De-Mail-Gesetz erweitert und eine weitere Versandoption einführen wird, die die sogenannte "Schriftformerfordernis" in die digitale Kommunikation einführt: "Hierzu versieht [der Benutzer] die Nachricht mit einer qualifizierten elektronischen Signatur; sind der Nachricht ein oder mehrere Dokumente als Anhänge beigefügt, bezieht sich die qualifizierte elektronische Signatur auch auf diese." (vbr)