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Großhandel für legale Gebraucht-Software

Für Händler, die Software-Lizenzen aus zweiter Hand verkaufen, hat die Software-Börse li-x einen eigenen Typ von Nutzerkonten geschaffen. Darüber lassen sich Bestände handelbarer Lizenzen direkt an die Web-Portale der angemeldeten Händler weiterleiten.

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Brille auf Zeitung

Etwa seit Jahresfrist können Unternehmen nicht mehr benötigte Software-Lizenzen auf dem Marktplatz li-x angemeldeten Interessenten zum Verkauf anbieten. Ab sofort vermittelt die Börse solche Verkaufsangebote mit Hilfe eines neuen Kontotyps auch direkt an die Verkaufsportale von Software-Resellern.

Gebraucht-Softwarebörse li-x (2 Bilder)

li-x listet handelbare Software-Lizenzen auf
(Bild: li-x)

Wiederverkäufer erhalten Detaildaten zu den handelbaren Lizenzen direkt auf ihr eigenes Portal, zwar ohne Einschränkungen zur Preiskalkulation, auf Wunsch aber bereits in ihrem eigenen Branding. In rechtlichen Belangen, etwa zum Nachweis vorheriger Rechteinhaber der angebotenen Lizenzen, sollen sich die Händler in jedem Einzelfall auf Angaben von li-x berufen können. Um die sogenannte Rechtekette zu dokumentieren und bei Handelsabschluss relevante Daten wie Lizenzschlüssel, Ursprungsverträge und Identitäten der Erstbesitzer nachzuweisen, betreibt li-x eigene Clearings. Deren Ergebnisse weist die Börse bei Handelsabschluss auf Transferdokumenten aus, die bei Beteiligung eines Wiederverkäufers auch dessen Logo tragen können. Die Dienstleistungen von li-x sind für Lizenzabnehmer – Anwender wie auch Wiederverkäufer – kostenlos.

Zur Legalität des Handels mit gebrauchter Software haben Händler und Softwarehäuser naturgemäß unterschiedliche Rechtsauffassungen. Zuletzt hatte das LG Hamburg einem Lizenzbroker bescheinigt, dass Software-Hersteller kein prinzipielles EInspruchsrecht gegen solche Wiederverkäufe haben. (hps)

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